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Der Rabbi und der CEO
Buch

Der Rabbi und der CEO

Was Führungskräfte von den zehn Geboten lernen können

Linde, 2012 Mehr

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Bewertung der Redaktion

7

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Zehn Gebote für Manager? Ist das nicht ein bisschen sehr weit hergeholt? Die Zweifel sind berechtigt, doch wer das Buch liest, erkennt, dass die alten steinernen Gesetzestafeln tatsächlich auch in modernen Chefbüros stehen dürften. Die beiden Autoren Zweifel und Raskin vermitteln zeitlose Führungsansätze – oder besser: Sie haben die Zehn Gebote so umformuliert, dass sie auch Managern etwas zu sagen haben. Aus „Du sollst nicht töten“ wird da „Du sollst konstruktiv mit negativen Gefühlen umgehen“, aus „Du sollst nicht ehebrechen“ wird „Du sollst integer bleiben“. Dass Prinzipien wie Anstand und Moral hochgehalten werden müssen, ist natürlich nichts Neues. Dennoch drückt man sich häufig vor der Verantwortung, denkt zu kurz und fürchtet Rückschläge. Das Buch zeigt an eindrücklichen Beispielen bekannter Persönlichkeiten, wie den Dilemmas des Führungslebens zu entkommen ist. getAbstract empfiehlt es allen Führungskräften als ethischen Wegweiser – man muss durchaus nicht religiös sein, um die Ratschläge zu beherzigen.

Zusammenfassung

Die Zehn Gebote heute

Managementratgeber boomen, doch ein Ende der weltweiten Führungskrise ist nicht in Sicht. Gerade Extremsituationen und Katastrophen machen deutlich, wie wichtig Führung ist. In solchen Zeiten braucht es mutige Menschen, die alte Zöpfe abschneiden und Visionen haben, die sie mit anderen teilen können. In unserer immer vernetzteren Welt wird Führung zu einem öffentlichen Gut: Mehr und mehr Menschen denken und reden mit und werden so zu Führern. Und das, obwohl flache Hierarchien, virtuelle Teams, omnipräsente Medien und das Internet Führern das Leben schwer machen. In solch unruhigen Zeiten helfen die Zehn Gebote. Gerade weil sie so grundlegend sind, werden sie oft übersehen.

Das erste Gebot: die eigene Begrenztheit überwinden

Es gibt immer noch viel zu viele Menschen, die bei der Arbeit ihre Persönlichkeit zurückstellen und sich herumkommandieren lassen. Besser wäre, sie würden sich am Aufstellen der Regeln beteiligen. Die Hausfrau Gertrude Boyle etwa entschied nach dem Tod ihres Mannes, dessen Firma weiterzuführen. Eine mutige Entscheidung, denn sie hatte nicht viel Ahnung vom Geschäft. Als das Unternehmen kurz vor der Pleite stand...

Über die Autoren

Thomas D. Zweifel ist Unternehmensberater, er lehrt Führung an der Universität St. Gallen und hat mehrere Bücher geschrieben, darunter Communicate or Die. Aaron L. Raskin ist Gründer und Leiter einer orthodoxen Synagoge in New York.


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