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1984

von George Orwell

Ullstein, 2007

Kategorie: Fremdsprachige Belletristik

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1984
Der Albtraum totaler staatlicher Überwachung – in Orwells Roman wird er Wirklichkeit.

Warum Sie 1984 lesen sollten

Ein Plädoyer gegen totalitäre Herrschaft
„Big Brother is watching you!“ – der Slogan ist längst zum Synonym für totale staatliche Überwachung geworden. Als George Orwell 1948 seinen Roman 1984 schrieb, stand er unter dem Eindruck der Entwicklungen in der Sowjetunion unter Stalin. Da englische Intellektuelle dem Sozialismus sowjetischer Prägung zunehmend mit Akzeptanz begegneten, befürchtete Orwell, sie könnten sich vom totalitären Staatsdenken verführen lassen. Als Folge führte er ihnen in seinem Roman den Totalitarismus drastisch vor Augen. Lohnt es sich nach dem Untergang des Ostblocks noch, den Roman zu lesen? Auf jeden Fall, denn das Buch ist nicht nur ein eindringliches Plädoyer gegen totalitäre Herrschaft jeglicher Couleur, sondern hat auch literarische Qualitäten. 1984 verbindet fantastische mit realistischen Elementen, politische Satire mit einem spannenden Plot. Eindringlich führt der Roman vor, wie Sprache zum Instrument der Manipulation gerät und moderne Kommunikationsmittel die Privatsphäre der Menschen bedrohen. Orwells düsterer und pessimistischer Zukunftsroman war schon bei seinem Erscheinen nur wenige Schritte von der Gegenwart entfernt – und ist es auch heute noch.

Über den Autor

George Orwell wird am 25. Juni 1903 als Eric Arthur Blair im indischen Motihari geboren. Die Schule besucht er in den englischen Eliteinternaten Eastborn und Eton. Danach lässt er sich, wie vor ihm sein Vater und Großvater, zum Polizeioffizier ausbilden und tritt dem britischen Kolonialdienst bei. Bis 1927 ist Orwell in Burma, dem heutigen Myanmar, für die Indian Imperial Police tätig. Dann quittiert er den Dienst aus Protest gegen die kolonialistischen Methoden. In den folgenden Jahren schlägt sich Orwell in London und Paris durch. Er arbeitet als Tellerwäscher, Buchhandelsgehilfe, Lehrer und Journalist. 1933 erscheint sein autobiografisches Buch über diesen Lebensabschnitt, Down and Out in Paris and London (Erledigt in Paris und London). 1936 heiratet Orwell Eileen O’Shaughnessy und reist als Reporter nach Barcelona, um über den Spanischen Bürgerkrieg zu berichten. Wie viele seiner Künstlerkollegen tritt er selbst den Internationalen Brigaden bei. Nach dem Sommer im Krieg kehrt er verwundet und desillusioniert nach England zurück. 1944 stellt Orwell den Roman Animal Farm (Farm der Tiere) fertig. Eine Veröffentlichung wird aber bis zum Ende des Krieges verhindert, weil die Kritik am Verbündeten Stalin zu jener Zeit in Großbritannien nicht opportun ist. 1945 stirbt Eileen während einer Operation. 1948 schreibt der unabhängige Sozialist Orwell eine zweite Antiutopie mit erschreckend hoffnungslosem Ende, mit der er weltweit berühmt wird: 1984. In diesem Meisterwerk der politisch-philosophischen Science-Fiction wird Orwells pessimistisches Geschichtsbild, das in Farm der Tiere schon sichtbar ist, auf die Spitze getrieben. Am 21. Januar 1950, nur ein Jahr nach seiner Heirat mit Sonia Mary Brownell, stirbt Orwell 46-jährig an Tuberkulose in London.


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