Die lustigen Weiber von Windsor
London 1602
Diese Ausgabe: dtv, 2011
Kategorie: Fremdsprachige Belletristik
Handfester Klamauk und feine Sprachspiele: eine von Shakespeares leichtfüßigsten Komödien.
Warum Sie Die lustigen Weiber von Windsor lesen sollten
Ein sprachspielerisches Feuerwerk
Der dicke Ritter Falstaff ist eine von Shakespeares berühmtesten Figuren. Als Charakter, der sich maßlos den Freuden des Lebens hingibt und jeglicher moralischen Erwägung abholder ist, sticht er aus dem Drama Heinrich IV. heraus. Mit den Lustigen Weibern von Windsor schuf Shakespeare eine turbulente Komödie, in der Falstaff – angeblich auf Bitten der Königin – erneut zu sehen ist, diesmal als Liebhaber. Hier wird er, als betrogener Betrüger und erfolgloser Verführer, nach Strich und Faden lächerlich gemacht. Allerdings verliert er dabei auch etwas von seiner ursprünglichen dramatischen Größe. Die Lustigen Weiber gehören mit ihrem Hang zur Farce zweifellos zu Shakespeares leichtgewichtigsten Werken. Kritiker haben zwar verschiedentlich die Oberflächlichkeit des Stücks bemängelt, doch entfesselt der Autor hier ein beispielloses Feuerwerk sprachlicher Fehlleistungen, dessen Witz die Handlungskomik bei Weitem in den Schatten stellt und für manche dramaturgische Schwäche oder Grobheit reichlich entschädigt.
Über den Autor
William Shakespeare kann ohne Übertreibung als der berühmteste und wichtigste Dramatiker der Weltliteratur bezeichnet werden. Er hat insgesamt 36 Theaterstücke und 154 Sonette verfasst. Geboren wird Shakespeare wahrscheinlich am 23. April 1564 in Stratford-upon-Avon als Sohn des Handschuhmachers und Bürgermeisters John Shakespeare; seine Mutter Mary Arden entstammt einer wohlhabenden Familie aus dem römisch-katholischen Landadel. 1582 heiratet er die acht Jahre ältere Anne Hathaway, Tochter eines Gutsbesitzers, mit der er drei Kinder zeugt: Susanna sowie die Zwillinge Hamnet und Judith. Um 1590 übersiedelt Shakespeare nach London, wo er sich in kurzer Zeit als Schauspieler und Bühnenautor einen Namen macht. Ab 1594 ist er Mitglied der Theatertruppe „Lord Chamberlain’s Men“, den späteren „King’s Men“, ab 1597 Teilhaber des „Globe Theatre“, das er liebevoll als „my wooden O“ (mein hölzernes O) bezeichnet und dessen kreisrunde Form einem griechischen Amphitheater nachempfunden ist, sowie ab 1608 des „Blackfriars Theatre“. 1597 erwirbt er ein Anwesen in Stratford und zieht sich vermutlich nach 1613 vom Theaterleben zurück. Er stirbt am 23. April 1616. Über Shakespeares Leben gibt es nur wenige Dokumente, weshalb sich seine Biografie lediglich bruchstückhaft nachzeichnen lässt. Immer wieder sind Vermutungen in die Welt gesetzt worden, wonach sein Werk oder Teile davon in Wahrheit aus einer anderen Feder stammen. Als Urheber wurden z. B. der Philosoph und Staatsmann Francis Bacon, der Dramatiker Christopher Marlowe und sogar Königin Elisabeth I. genannt. Den schlagenden Beweis für solche Hypothesen vermochte allerdings bis heute niemand zu erbringen. Heutige Forscher gehen mehrheitlich davon aus, dass Shakespeare der authentische und einzige Urheber seines literarischen Werkes ist.
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