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Psychosoziales Gesundheitsmanagement im Betrieb
Buch

Psychosoziales Gesundheitsmanagement im Betrieb

Ein Praxisbuch für Betriebsmediziner und Personalmanagement

Hogrefe, 2013 Mehr

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Bewertung der Redaktion

5

Qualitäten

  • Umfassend
  • Praktische Beispiele

Rezension

Goethes Zauberlehrling lässt grüßen: Die Geister, die wir mit immer höheren beruflichen Anforderungen gerufen haben, werden wir nun nicht mehr los: Psychische Erkrankungen, die häufige Fehlzeiten, Chronifizierungen und Frühverrentungen nach sich ziehen, sind die Folge der Arbeitswut. Der zunehmende Stress ist die eine Sache, die Aufweichung medizinischer Begriffe durch Modekrankheiten wie Burn-out die andere. Wie können Unternehmen eine stressärmere Arbeitssituation schaffen, die den Gesundheitszustand der Mitarbeiter im Fokus hat, ohne dass diese gleich jedes Wehwehchen für eine gemütliche Auszeit auf Firmenkosten nutzen? Das vorliegende Kompendium versucht den Spagat: Einerseits richtet es sich ans Management, indem es die Notwendigkeit eines psychosozialen Gesundheitsmanagements erörtert, andererseits informiert es auf hohem Niveau über psychische und psychosomatische Krankheitsbilder und Therapieansätze. Spannende Praxisbeispiele und ein Anhang mit Arbeitsmaterialien ergänzen die Theorie. Leider krankt das an sich sehr kompetente Werk an endlos langen Sätzen. getAbstract empfiehlt es trotzdem Betriebsärzten und Gesundheitsmanagern, die sich in das Thema einarbeiten wollen.

Zusammenfassung

Wenn der Job die Seele krank macht

Stress gehört verboten: Seit mehrere Bundesländer Mitte 2013 dazu anregten, mithilfe einer neuen Antistressverordnung die psychische Belastung für Arbeitnehmer in Unternehmen zu reduzieren, sind die neuen Berufskrankheiten in der öffentlichen Wahrnehmung endgültig angekommen. Angefangen hat es vor Jahrzehnten mit diffusen Begriffen wie Burn-out, Depression oder Mobbing – es handelt sich um gravierende Beeinträchtigungen der Gesundheit, die zahlenmäßig rein körperliche Beschwerden am Arbeitsplatz inzwischen hinter sich gelassen haben. Schon 2010 waren knapp 40 Prozent aller Frühverrentungen in Deutschland auf psychische und psychosomatische Beschwerden zurückzuführen. Unternehmen müssen ein psychosoziales Gesundheitsmanagement aufbauen, um Mitarbeiter vor dem zunehmenden Stress zu schützen. Experten haben nachgewiesen, dass sich diese Investition dreifach auszahlt.

Der Stress nimmt zu

Die Ursache ist vor allem Stress aufgrund von Überforderung und erhöhter Belastung. Belegt wird das durch die zunehmende Verschreibung von Psychopharmaka und die vermehrte Feststellung von Arbeitsunfähigkeit infolge solcher Erkrankungen in den...

Über die Autoren

Wolfgang Schneider, Uwe Gerecke, Michael Kastner, Jens Parpart und Michael Peschke sind als Ärzte mit Spezialisierung auf Psychosomatik oder Arbeitsmedizin tätig.


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