Denken hilft zwar, nützt aber nichts
Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen
Kategorie:
Verwandte Themen
Das lernen Sie
- warum wir uns so oft irrational und damit zu unserem Nachteil verhalten
- wie das Marketing diese Schwäche ausnutzt
- wie Sie lernen können, bessere Entscheidungen zu treffen
Warum Sie Denken hilft zwar, nützt aber nichts lesen sollten
Für Verhaltensökonomen ist unser Alltag ein wahres Forschungseldorado: Warum reagieren wir auf Gratisangebote wie Waldi auf ein Stück Wurst? Weshalb können nur wenige der Versuchung widerstehen, das Geschenk für den Sohnemann auf die Spesenrechnung zu setzen? Warum landen Millionen erstklassiger Autos in deutschen Schrottpressen? Und wieso stellen Abgeordnete in Großbritannien dem Steuerzahler Pornofilme und die Reinigung ihres privaten Burggrabens in Rechnung? All das ist nicht nur unvernünftig und unmoralisch, sondern nachgerade blöde. Aber so sind wir nun mal, meint Dan Ariely. Er muss es wissen, denn in seinen Experimenten hat er auch intelligente, rechtschaffene Studenten als Gelegenheitsbetrüger und potenzielle Sexmonster entlarvt. Seine Beispiele sind direkt aus dem Leben gegriffen, sodass man sich als Leser mehrmals an die eigene Nase fasst. Das ist nicht immer angenehm, aber sehr unterhaltsam und lehrreich. getAbstract legt das Buch allen Schnäppchenjägern, notorischen Aufschiebern, Sportmuffeln, Diätbrechern und Kreditkartenüberziehern ans Herz, die wissen wollen, warum sie immer wieder von ihren guten Geistern verlassen werden.
Über den Autor
Dan Ariely unterrichtet Verhaltensökonomie an der Duke University in North Carolina und am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Er schreibt u. a. für die New York Times und die Financial Times und kommentiert aktuelle Themen für National Public Radio und CNN.
Kommentar abgeben Anmelden
| Antje Reul | 9. November 2010 | ||||||||
|
Was ich persönlich mir nicht so richtig vorstellen kann, ist, dass wirklich alle Menschen so wahnsinnig auf Gratis-Angebote fliegen, zumindest hierzulande. Ich persönlich bin - ganz und gar unbewusst natürlich - eher ein Anhänger von "Was nix kost, is auch nix". Je grösser und leuchtender die Anbieter GRATIS auf die Produkte schreiben, umso eher lasse ich sie links liegen. Vermutlich bin ich spätestens in den Ökonomievorlesungen durch die Aussage "There ain't no thing as a free lunch" resistent gegen alle GRATIS-Marketingmassnahmen geworden. Viel lieber als GRATIS-Angebote sind mir solche, bei denen ich das Gefühl habe, gute Ware für mein gutes Geld zu erhalten.
|
|||||||||


(9)
(8)
(10)
(4)

