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Sinnlose Wettbewerbe

Warum wir immer mehr Unsinn produzieren

von Mathias Binswanger

Herder, 2010

Kategorie: Wirtschaft & Politik

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Sinnlose Wettbewerbe
Wo es keinen Markt gibt, hilft auch kein künstlicher Wettbewerb.

Das lernen Sie

  • die Gründe, warum Marktprinzipien nicht überall funktionieren
  • die Gefahren, die vom künstlichen Wettbewerb ausgehen
  • einige Lebensbereiche, in denen immer mehr Unsinn produziert wird.

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Wichtigkeit

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Innovationsgrad

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Stil

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Warum Sie Sinnlose Wettbewerbe lesen sollten

Überall rufen Politiker und Berater heute nach mehr Markt, mehr Privatisierung, mehr Effizienz. Mathias Binswanger, obwohl selbst Ökonom, macht da nicht mit. In seinem Buch geht er einem verbreiteten Phänomen unserer Zeit auf den Grund: Weil es in vielen Gesellschaftsbereichen keinen funktionierenden Markt gibt, wird ein künstlicher Wettbewerb ausgerufen. Doch solche Wettbewerbe sind im günstigsten Fall nur Zeitverschwendung, im schlimmsten Fall produzieren Menschen aufgrund perverser Anreize Unsinn: Wissenschaftler, die anhand von Publikationslisten beurteilt werden, schreiben Schmalspurartikel, Ärzte kümmern sich nicht mehr um die komplizierten Fälle, sondern stellen nur noch lukrative Nullachtfünfzehn-Diagnosen, Arbeitnehmer werden zum Sammeln von Diplomen und Urkunden animiert, die meist nicht das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Binswanger liefert eine gut lesbare Analyse des alltäglichen Effizienzwahns. Er prangert den zahlengläubigen Zeitgeist an und argumentiert, dass man Qualität schlicht und einfach nicht messen kann. Die Lösungsvorschläge allerdings bleiben ein wenig blass. Trotzdem empfiehlt getAbstract diesen Titel jedem, der die Ökonomisierung aller Lebensbereiche kritisch hinterfragen möchte, statt den Beraterheerscharen wie die Lemminge zu folgen.

Über den Autor

Mathias Binswanger ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Solothurn und schreibt regelmäßig für Die Weltwoche.


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  1. 17. Februar 2011 Alexander Fürstenberg
    Über Sinn oder Unsinn soll der Verbraucher entscheiden. Was geht es den Autor an, wie autarke Akteure in der Wirtschaft Entscheidungen fällen? Ein Fortschritt ist ohne Mutation und Auslese nicht möglich. Wirtschafft ist Evolution, die man mit der Androhung staatlicher Gewalt (also jegliche "Intervention") vollständig abwürgt. Die Vielfalt, die von menschlicher Kreativität erzeugt wird, ist eine notwendige Vorstufe zur Selektion, die der Käufer betreibt. Wohlstandswachstum ist somit ein evolutionärer Prozess, und "Ideen" wie die oben beschriebene, sollen nur die Gewalttätigkeit (die die Geschäftsgrundlage von Regierungen ist) in der Welt mehren. Die Frage zu beantworten, in wessen Auftrag solche Bücher geschrieben wurden, fällt somit leicht.

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