Abzocker sind kein neues Phänomen, wie dieser Blick ins Mittelalter zeigt. Es waren Wucherer, die dem Kapitalismus den Weg ebneten.
Das lernen Sie
- warum die Bibel Zinsen verbietet
- welche Debatten sich im Mittelalter um den Wucher entspannen
- wie die Christen einen Ausweg fanden, der zum Kapitalismus führte
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Warum Sie Wucherzins und Höllenqualen lesen sollten
Nie hatte die Finanzbranche einen so schlechten Ruf wie heute. Könnte man zumindest denken. Doch verglichen mit dem, was die Wechsler und Geldverleiher im Mittelalter zu erdulden hatten, nehmen sich die aktuellen Vorwürfe gegen die Banker geradezu harmlos aus. Der renommierte Historiker Jacques Le Goff stellt in diesem Buch die Kämpfe vor, die damals zwischen kirchlicher Lehre und wirtschaftlichen Notwendigkeiten ausgefochten wurden. Er zitiert ausgiebig Schauergeschichten, mit denen man den Wucherern im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle heiß machte, verliert aber dabei nie die Relevanz des Themas für die heutige Zeit aus den Augen. Es wird klar, dass die mittelalterliche Debatte über den Zins ein Meilenstein auf dem Weg zum Bankwesen und letztlich zum Kapitalismus war. getAbstract empfiehlt das spannende Buch allen, die sich für die Urzeit unseres Finanzsystems interessieren.
Über den Autor
Jacques Le Goff ist Historiker und Experte für das europäische Mittelalter. Seit 1967 ist er Mitherausgeber der Zeitschrift Annales, des Sprachrohrs der so genannten „nouvelle histoire“, einer Strömung französischer Geschichtsschreibung, die wirtschaftliche Entwicklungen besonders berücksichtigt.
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