„Ich kann ja doch nichts tun“ gilt nicht. Wie der Journalist Peter Unfried vom Öko-Hasser zum leuchtgrünen Vorbild wurde.
Das lernen Sie
- warum der Neue Öko die Lebensform der Zukunft wird
- was ihn auszeichnet
- welche Stolperfallen auf seinem Weg liegen
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Warum Sie Öko lesen sollten
Ökos galten jahrelang als rückständige, moralinsaure Miesepeter, die asketisch von schrumpeligen Möhren und selbstgemachtem Joghurt lebten, den Naturholz-Saunalook für den Gipfel des guten Einrichtungsgeschmacks hielten und anderen nicht das kleinste bisschen Spaß gönnten, ohne mit missionarischem Eifer über Energieverschwendung und Müllberge zu dozieren. Doch in den letzten Jahren hat sich das Bild gewandelt – ironischerweise unter der Führung amerikanischer Hollywood- und Politprominenz. Klimaschutz ist wieder in aller Munde und mit Al Gores Film Eine unbequeme Wahrheit hat das Öko-Virus auch Peter Unfried erwischt. Seine schwierige, manchmal widersprüchliche Wandlung vom Saulus zum Paulus beschreibt er lakonisch, lebensnah und oft witzig. Der interessierte Nachahmer lernt, wie man schräge Blicke ignoriert, ätzende Kommentare aushält und vertrackte Alltagsprobleme löst. Und er erhält en passant jede Menge leicht verständlicher Sachinfos. Das bisweilen penetrante Productplacement kann man praktisch finden – oder aber gefährlich nah an PR. So oder so: getAbstract empfiehlt das vergnügliche Buch allen, denen die Umwelt nicht egal ist, das eigene Wohlbefinden aber auch nicht.
Über den Autor
Peter Unfried ist stellvertretender Chefredakteur der taz und lebt in Berlin.
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