Heute vor 200 Jahren wurde Charles Dickens geboren, der Autor einiger unvergesslicher Klassiker wie David Copperfield, Oliver Twist, Große Erwartungen, Nicholas Nickleby, Die Pickwickier oder Weihnachtslied (die gibt es übrigens alle als Zusammenfassungen bei getAbstract – einfach “Dickens” als Suchwort eingeben). Und weil er zu den unsterblichen Autoren zählt, finde ich es auch nicht verfehlt, ihm ein “Happy Birthday!” zuzurufen.

Dickens wurde als eines von acht Kindern eines Marinezahlmeisters geboren. Weil die Familie über ihre Verhältnisse lebte und der Vater Schuldscheine nicht einlösen konnte, kam sie in ein Schuldgefängnis. Der zwölfjährige Charles wurde Hilfsarbeiter in einer Fabrik, um selbst seinen Unterhalt bestreiten zu können. Die Erlebnisse der Kinderarbeit traumatisierten den Jungen und prägten später einen Großteil seines literarischen Werks. Als die Familie aufgrund einer Erbschaft des Vaters wieder freikam, konnte Dickens seine Schulausbildung fortsetzen. Mit 15 Jahren wurde er Schreiber in einem Anwaltsbüro. Bald darauf stieg er zum Gerichts- und Parlamentsreporter auf, bevor er sich der Schriftstellerei zuwandte. Er gab mehrere Zeitschriften heraus und verfasste Kurzgeschichten und Romane. Gegen Ende seines Lebens unternahm er ausgedehnte Lesereisen in Europa und Amerika. Am 9. Juni 1870 starb er an einem Schlaganfall. Als Schriftsteller von nationaler Bedeutung wurde er in der Dichterecke der Westminster Abbey beigesetzt.

Stimmwunder

31. Januar 2012

Es ist nichts weniger als eine Sensation – zumindest für passionierte Historiker und Archivare: Reichskanzler Otto von Bismarck (1815-1898), eine Persönlichkeit, die schon meine Grossmutter nur aus den Geschichtsbüchern kannte, spricht zu uns. Naja, also nicht direkt zu uns, sondern in einen Phonographen, ein frühes Tonaufnahmegerät. Zwei Wissenschaftler haben im Nachlass von Thomas Alva Edison dieses frühe Tondokument entdeckt und zweifelsfrei identifiziert (Tondokument anhören). Okay, ich gebe zu: “Gaudeamus igitur” habe ich schon in einer schmissigeren Version gehört. Trotzdem meine ich Kraft und Charisma aus der Stimme zu hören. (Hätte mich noch interessiert, ob ich das auch herausgehört hätte, wenn man mir nicht gesagt hätte, dass der eiserne Kanzler hier rezitiert. Aber dafür ist’s nun zu spät.)

Übrigens: Wer sicher gehen will, dass er der Nachwelt, sollte es so weit kommen, ein Dokument mit ähnlich viel Kraft und Charisma hinterlassen wird, kann sich in der getAbstract-Bibliothek mit Tipps versorgen:

Stimme: Das Geheimnis von Charisma

 

Was für eine nette Überraschung für die Überlebenden der Costa Concordia: Auf ihre nächste Kreuzfahrt mit der Schifffahrtsgesellschaft Carnival erhalten sie 30 % Rabatt! Da wird wohl mancher der eben noch panisch ums Leben kämpfenden Passagiere seine Trauma-Bewältigungs-Therapie gleich wieder abbrechen und freudig den Seesack packen.

Im Ernst: Mit diesem Angebot, eigentlich als Entschädigung gedacht, hat sich Carnival ein ziemliches Ei gelegt. Statt Goodwill erntet der Marktleader nun Häme und und Empörung.

Carnivals Vorgehen ist erschreckend naiv, aber selbst wenn Ihr Unternehmen längst nicht so tief gesunken ist – ja, gerade wenn Sie gut unterwegs sind – sollten Sie mit Rabatten zurückhaltend sein. Welche besseren Preisstrategien es gibt, verraten die folgenden beiden Bücher:

Strategie und Taktik in der Preispolitik

Nicht gekauft hat er schon