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Phaidon

von Platon

Phaidon
Verlag: Meiner Verlag
Diese Ausgabe: 2007
Erstausgabe: Athen um 380 v. Chr.
ISBN: 9783787318599
Anzahl Seiten: 217

Kategorie: Klassiker
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Warum Sie Phaidon lesen sollten

Die Unsterblichkeit der Seele
Mit dem Dialog Phaidon hat Platon seinem Lehrer Sokrates ein beeindruckendes Denkmal gesetzt. Er nimmt die Abschiedsrede des zum Tod Verurteilten aber auch zum Anlass, seine eigene Sicht der Präexistenz, Unvergänglichkeit und Unsterblichkeit der menschlichen Seele darzulegen. Die größte Aufgabe der Seele ist laut Platon die Loslösung vom Diktat des Körperlichen und der Aufstieg zum höchstmöglichen Guten, dem Göttlichen. Wie es der Hauptfigur Sokrates gelingt, philosophische Überzeugungen mit praktischem Handeln zu vereinen, beeindruckt bis heute. Entsprechend starken Einfluss hatte der Phaidon auf die weitere Entwicklung der Philosophie. Das Werk diente sowohl im Hellenismus als auch im Christentum als wichtige Denkanregung und wurde noch in der Neuzeit von Philosophen des Rationalismus und der Aufklärung herangezogen. Die Frage, was uns als Menschen ausmacht und was das für unsere Lebensentscheidungen bedeutet, ist und bleibt aktuell. Der Phaidon ist eines der ersten Werke der Geistesgeschichte, das diese Frage zu beantworten versuchte.

Über den Autor

Platon gilt als einer der größten philosophischen Denker aller Zeiten. Zusammen mit seinem Lehrer Sokrates und seinem Schüler Aristoteles bildet er das Dreigestirn am Beginn der westlichen Philosophie. Platon wird 427 v. Chr. in Athen geboren, als Sohn des Ariston, der ein Nachfahre des letzten Königs von Athen, Kodros, ist. Aus diesen aristokratischen Kreisen stammend, scheint Platons Lebensweg vorgezeichnet. Doch die Politik verliert schnell ihren Reiz für ihn, als er sieht, wie seine beiden Onkel Charmides und Kritias als zwei der 30 Tyrannen in Athen herrschen. Diese Oligarchie wird den Athenern im Jahr 404 v. Chr. von den im Peloponnesischen Krieg siegreichen Spartanern aufgezwungen. Platon betrachtet die Politik künftig mit einem gewissen Abscheu – ganz los lässt sie ihn aber nicht. Er wird ein Schüler des Sokrates und verurteilt dessen Hinrichtung im Jahr 399 v. Chr. aufs Schärfste. Fortan kürt er Sokrates zum Hauptdarsteller seiner philosophischen Schriften: 13 Briefe und 41 philosophische Dialoge sind überliefert. Nach der Verurteilung des Sokrates flüchtet Platon zu Euklid nach Megara (30 Kilometer westlich von Athen). Er reist weiter in die griechischen Kolonien von Kyrene (im heutigen Libyen), nach Ägypten und Italien. 387 v. Chr. kehrt er nach Athen zurück und gründet hier eine Schule: die Akademie. Ihr Studienplan umfasst die Gebiete Astronomie, Biologie, Mathematik, politische Theorie und Philosophie. Ihr berühmtester Schüler wird Aristoteles. 367 v. Chr. ergibt sich für Platon die einmalige Möglichkeit, sein in seinem Hauptwerk Der Staat entworfenes Politikideal in die Praxis umzusetzen: Er folgt dem Ruf von Dion, dem Herrscher von Syrakus, nach Sizilien, um ihn in der Kunst des Regierens zu unterweisen. Dieses Experiment misslingt jedoch gründlich. Platon stirbt um 347 v. Chr. in Athen.

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