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Die Traumdeutung

von Sigmund Freud

Die Traumdeutung
Verlag: S. Fischer Verlag
Diese Ausgabe: 2003
Erstausgabe: Leipzig/Wien 1900
ISBN: 9783596104369
Anzahl Seiten: 662

Kategorie: Klassiker
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Warum Sie Die Traumdeutung lesen sollten

Die Welt um den Schlaf gebracht
Sigmund Freuds Traumdeutung ist im doppelten Sinne ein Jahrhundertbuch. Einerseits hat es der Begründer der Psychoanalyse aus "Marketinggründen" von 1899 auf 1900 vordatiert, damit es ein Kind des neuen Jahrhunderts werde. Andererseits hat der Inhalt des auf über 600 Seiten angewachsenen Theoriewälzers die wissenschaftliche Sichtweise des Traumes und des Seelenlebens wie kein zweites Werk revolutioniert. Freud interpretiert die Träume als Wunscherfüllungen. Die unterdrückten Wünsche und Triebe aus dem Unbewussten drängen während des Schlafes ins Bewusstsein, werden aber von einer zensierenden psychischen Kraft derart entstellt, dass die Träume meist abstrakt, seltsam oder sogar absurd erscheinen. Anhand von über 100 Träumen zeigt Freud, dass angeblich alle Träume einen sexuellen Hintergrund haben, der zumeist aus der frühesten Kindheit stammt. Die Traumdeutung ist somit der Wegbereiter der späteren Freud’schen Trieb- und Sexualtheorie. Freuds Buch hat die Welt an der Schwelle zum letzten Jahrhundert im wahrsten Sinne um den Schlaf gebracht. Seine Theorie erregte Interesse und Abscheu in gleichem Maße. Bei aller Kritik kann man ihm eine Leistung nicht absprechen: Er hat die uralte Kunst der Traumdeutung von ihrem mythischen Ballast befreit und sie systematisch eingesetzt, um im Rahmen seiner neuartigen Psychoanalyse zum Unbewussten vorzustoßen und seelische Leiden therapieren zu können.

Über den Autor

Sigmund Freud wird am 6. Mai 1856 in Freiberg in Mähren, der heutigen Tschechischen Republik, geboren. Sein Vater ist ein erfolgreicher jüdischer Kaufmann. Vier Jahre nach Sigmunds Geburt zieht die Familie nach Wien. Hier absolviert Freud das Gymnasium und beginnt anschließend ein Medizinstudium. Von 1876 bis 1882 ist er als Assistent im physiologischen Laboratorium tätig und erforscht u. a. das Nervensystem von Aalen. Seine Promotion erhält Freud im Jahr 1881. Ein Jahr später lernt er seine spätere Frau Martha Bernays kennen. Nach einigen Jahren am Allgemeinen Krankenhaus fährt er 1885 nach Paris, um sich vom dortigen Professor Charcot in der Kunst der Hypnose ausbilden zu lassen. In Paris setzt er sich mit der Hysterie als Krankheit auseinander - und lernt, wie diese mithilfe der Hypnose ansatzweise kuriert werden kann. 1886 kehrt Freud nach Wien zurück und eröffnet seine Privatpraxis. Zusammen mit Josef Breuer veröffentlicht er 1895 die Studien über Hysterie. Gleichzeitig beginnt er mit Selbstanalysen seiner Träume. Seine Therapieform, die "Psychoanalyse", nennt er 1896 zum ersten Mal bei diesem Namen. 1900 erscheint Die Traumdeutung als Freuds erste größere theoretische Arbeit. In Wien gründet er zusammen mit einigen "Freudianern" die Psychoanalytische Gesellschaft. Jahrbücher und Kongresse folgen und ein enger Kreis von Anhängern schart sich um den Wiener Psychoanalytiker. Doch ab 1911 verlassen ihn einige Mitglieder, wie Adler und Jung, weil sie sich von Freuds teilweise dogmatischen Ansichten unter Druck gesetzt fühlen und eigene Theorien vertreten. Trotz eines Krebsleidens (ab 1923) bleibt Freud hochproduktiv. Zu seinen wichtigsten (auch kulturphilosophischen) Schriften gehören Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie (1905), Totem und Tabu (1912/13), Jenseits des Lustprinzips (1920), Das Ich und das Es (1923) sowie Das Unbehagen in der Kultur (1930). Nach Hitlers Einmarsch in Österreich flieht Freud nach London, wo er 1939 an einer Überdosis Morphium stirbt.

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