12 Rules For Life
Eine Rezension von

12 Rules For Life

Ordnung und Struktur in einer chaotischen Welt


Von Freud und Leid

von Raymund Krauleidis

Mit seinem Lebensratgeber 12 Rules For Life traf der kanadische Psychologieprofessor und Kulturkritiker Jordan B. Peterson offensichtlich den Nerv der Zeit. Das Buch verkaufte sich weltweit Millionen Mal und auch die Welttournee, auf die sich Peterson zur Vermarktung seines Buches begab, wurde ein voller Erfolg.

Jeder muss Verantwortung übernehmen – nicht nur für sich selbst

Eins vorweg: Der Begriff „Lebensratgeber“ beschreibt das Buch nicht umfassend genug. Vielmehr entführt Peterson den Leser auf eine Reise in das kulturelle Erbe des Westens und in die Welt der Psychologie. Peterson entwickelte ursprünglich 40 Regeln, die er schließlich zu zwölf mehr oder weniger griffigen „Lebensregeln“ verdichtete. Manche Kritiker verglichen diese Lebensregeln sogar mit den Zehn Geboten, was allerdings doch etwas zu hoch gegriffen ist.

 


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    B. S. vor 3 Jahren
    Hallo Herr Neisser,

    vielen Dank für Ihre Antwort. Ich dachte mir bereits, dass der Autor als Christ und Konservativer sogleich negativ bewertet wird.

    Mich interessiert natürlich nun die Einstellung von GetAbstract, wenn über Christen aufgrund ihres Glaubens negativ bewertet wird. Der christliche Rahmen ist also in "aufgeklärten Zeiten" anachronistisch. Sind dann die hier lebenden Christen nach Ihrer Meinung auch anachronistisch? Ist die Bundesrepublik Deutschland in diesen "aufgeklärten Zeiten" mit seinem auf Gott bezogenen Grundgesetz ebenfalls anachronistisch? Passt unsere freiheitlich-demokratische, christlich-jüdische Kultur nicht mehr zeitgerecht?
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      vor 3 Jahren
      Hallo Herr Schmitt, in meiner Antwort auf Ihren ersten Kommentar habe ich mehrere Dinge genannt, die zu unserer Bewertung von 7 geführt haben. (Was, nebenbei bemerkt, auf einer Skala von 1 bis 10 beileibe keine schlechte Bewertung ist.) Nun kaprizieren Sie sich einzig auf den Aspekt der Religion und fragen nach der „Einstellung von getAbstract“ dazu. Ich kann nicht für mich in Anspruch nehmen, für das ganze Unternehmen zu sprechen, kann Ihnen aber immerhin zu verdeutlichen versuchen, welche Rolle dieser Aspekt bei unserer Buchauswahl spielt. Christliche oder allgemein religiöse Autoren werden bei uns keineswegs per se negativ bewertet. Sie sehen das daran, dass wir im Lauf der Zeit durchaus auch von religiösen Ideen geprägte Businessbücher ausgewählt und zusammengefasst haben. Und natürlich daran, dass wir in unserem Kanal „Klassiker der Religion“ etliche wichtige Werke zusammengestellt haben. Generell hat getAbstract sich der Verbreitung von (komprimiertem) Wissen aus allen Bereichen verschrieben.
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    B. S. vor 3 Jahren
    Sehr geehrte "BewerterInnen",

    ich bin etwas verwirrt. Ein Bestseller wie 12 Rules erhält hier qualitativ

    - Eloquent
    - Meinungsstark
    -Inspirierend

    und bekommt dann in der Bewertung lediglich eine 7?
    Was könnte die BewerterInnen da nur gestört haben?

    Grüße
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      vor 3 Jahren
      Hallo Herr Schmitt, ein paar Hinweise zur Erklärung der Bewertung finden Sie bereits in der Rezension selbst. Da ist zum einen der religiös-konservative Bezugsrahmen von Herrn Peterson - in aufgeklärten Zeiten mutet das anachronistisch an. Zum anderen ist das Buch, unterhalb der 12-Regeln-Struktur, recht unaufgeräumt, nicht gut strukturiert. Und schließlich ist die deutsche Übersetzung eine Zumutung. Dafür kann natürlich der Autor nichts, aber es beeinträchtigt doch das Lesevergnügen. All das sind aber Mängel, die nichts daran ändern, dass wir dieses Buch für lesenswert halten und für geeignet, Orientierungssuchenden Orientierung zu geben.