Zusammenfassung von Alle Menschen sind gleich – erfolgreiche nicht

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Alle Menschen sind gleich – erfolgreiche nicht Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Kontrovers
  • Meinungsstark
  • Hintergrund

Rezension

Klatsch! Die „Tigermutter“ hat wieder zugeschlagen: Sie, die der widerspenstigen Tochter einst damit drohte, sämtliche Plüschtiere zu verbrennen, haut den Amerikanern gewohnt unbarmherzig deren vermeintliche Schwächen um die Ohren. Die chinesischstämmige Amy Chua erklärt gemeinsam mit ihrem jüdischstämmigen Ehemann, warum sie und die Angehörigen anderer überproportional erfolgreicher Gruppen es in den USA so weit gebracht haben: Nicht der Religion, der Hautfarbe oder überragenden Genen hätten sie es zu verdanken, sondern ihrer Kultur. Was auf den ersten Blick einleuchtet, enthält auf den zweiten einige Zutaten einer relativ willkürlich zusammengeschnippelten Küchenpsychologie. Alternative Erklärungen für den Aufstieg bestimmter Einwanderergruppen, wie etwa die selektiven Immigrationskriterien in den USA, blenden die Autoren aus. Und während sie zahlreiche Wall-Street-Magnaten als Beispiele für die überlegene „Dreierpackkultur“ anführen, machen sie paradoxerweise den Verlust dieser Kultur für die Finanzkrise verantwortlich. getAbstract empfiehlt das Buch als spannendes Zeugnis von Aufstiegsfantasien und Abstiegsängsten der amerikanischen Elite.

Über die Autoren

Amy Chua, Tochter chinesischer Einwanderer, und ihr jüdischstämmiger Mann Jed Rubenfeld sind Juraprofessoren an der Yale-Universität.

 

Zusammenfassung

Der Dreierpack für Erfolg

Der amerikanische Traum lebt. Allerdings wird er längst nicht von allen US-Bürgern in die Realität umgesetzt. Bestimmte Gruppen von Einwanderern sowie Mormonen und jüdischstämmige Amerikaner sind überproportional erfolgreich. Sie alle zeichnen sich durch einen „Dreierpack“ von kulturellen Gemeinsamkeiten aus:

  1. Überlegenheitskomplex – der tiefe Glaube, als Mitglied einer Religion, eines Volks oder einer Kaste besonders, einzigartig und besser zu sein als andere. Dieser Anspruch steht im Gegensatz zum politisch korrekten Mantra, dass alle Menschen gleich seien.
  2. Unsicherheit – das Gefühl, niemals gut genug zu sein und von der Gesellschaft nicht akzeptiert zu werden. Unsicherheit hat nichts mit pathologisch niedrigem Selbstwertgefühl zu tun. Im Dreierpack wird sie zur Erfolgsformel.
  3. Impulskontrolle – die Fähigkeit, Versuchungen zu widerstehen, die Zähne zusammenzubeißen und durchzuhalten. Sie läuft dem Heilsversprechen der amerikanischen Gegenwartskultur, man solle im Hier und Jetzt leben, zuwider.

Entscheidend ist, dass alle drei Elemente des Dreierpacks ineinandergreifen...


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