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Bewertung

6

Qualitäten

  • Hintergrund

Rezension

Es ist ein ziemlich amerikanisches Buch, das Starjournalistin Maneet Ahuja vorgelegt hat. Amerika liebt Heldengeschichten. Allerdings hüten die coolen Cowboys heutzutage nicht mehr die Herden der Rinderbarone in den weiten Steppen des Wilden Westens, sondern die Milliarden ihrer Anleger an den Börsen der Welt. Aber immer noch sind die meisten von ihnen extrem selbstbewusste und dementsprechend risikobereite Machotypen mit großen Egos. Dennoch oder je nach persönlichem Geschmack auch gerade deshalb sind die Geschichten, die Ahuja erzählt, spannend. Sie geben Einblicke in die Biografien von zehn Männern und einer Frau, die in der Welt der Wall Street Erfolg haben. Ahuja berichtet von ihren Überzeugungen, vor allem aber lässt sie die Protagonisten selbst zu Wort kommen. Die vorgestellten Strategien sind allerdings eher nutzlos, wenn der Leser eine Antwort auf die Frage sucht, wie er sein Geld am besten anlegen soll. Was die Helden tun, dreht sich meist um riskante Wetten, die überdurchschnittliche Renditen nach sich ziehen können. Konkreter wird am Ende jedoch das exzellente Nachwort von Nobelpreisträger Myron Scholes. Nicht zuletzt deshalb empfiehlt getAbstract das Buch allen, die sich für Investmentlegenden und die Wall Street interessieren.

Über die Autorin

Maneet Ahuja ist Hedgefonds-Expertin und Wirtschaftsjournalistin, sie arbeitet für den US-Börsensender CNBC. Zuvor war sie selbst als Analystin in der Finanzbranche tätig. Sie gehört zu den „30 Under 30“ der Zeitschrift Forbes (2012).

 

Zusammenfassung

Was sind Hedgefonds?

Die öffentliche Debatte schwankt zwischen extremen Einschätzungen, wenn die Rede auf die Investmentmethode der Hedgefonds kommt. Den einen gelten sie als segensreiche Instrumente, die ihren Anlegern nicht nur überdurchschnittliche Renditen bescheren, sondern auch dazu beitragen, die Märkte effizienter zu machen. Den anderen sind sie Teufelszeug, das dazu dient, mit moralisch zweifelhaften Methoden private Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit abzuschöpfen, wobei die Manager zwar stolze Gebühren fordern, aber in der Regel nicht halten, was sie versprechen. Betrachtet man Hedgefonds jenseits dieser hitzigen Diskussion, lassen sie sich durch vier Merkmale definieren:

  1. Positive absolute Erträge als Ziel: Die Zielmarken der Hedgefonds liegen fernab der Indizes und somit der Marktentwicklung. Das unterscheidet sie von den meisten Vermögensverwaltern und Fondsmanagern, die versuchen, eine Benchmark zu schlagen.
  2. Viele Instrumente zur Wahl: Im Unterschied zu den klassischen Publikumsfonds, die aufgrund gesetzlicher Regulierungen eingeschränkt sind, können sich Hedgefonds vieler unterschiedlicher Finanzinstrumente bedienen. ...

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