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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

„Saubere“ Energie ist gut, davon dürfen wir gerne so viel konsumieren, wie wir nur können. Tatsächlich? Wissenschaftsjournalist Marcel Hänggi hinterfragt im Auftrag der Energiestiftung Schweiz diesen Konsens und zeigt auf, dass wir den Klimawandel nur stoppen können, wenn wir unseren Energieverbrauch drosseln – und zwar grundsätzlich, nicht nur bei der „dreckigen“ Energie. Hänggis teilweise radikale Vorschläge lesen sich nach der Fukushima-Katastrophe, die kurz nach der Fertigstellung des Buches eintraf, zumindest ein bisschen realistischer; gerade im Bereich der Atomenergie scheint man den ehrgeizigen Zielen tatsächlich etwas näher zu kommen. Das ändert freilich nichts daran, dass für eine wirklich nachhaltige Energiepolitik weiterhin ein drastischer Bruch mit der Vergangenheit nötig wäre. Hänggi schreibt nicht völlig unabhängig (das Buch wurde u. a. von Greenpeace finanziell unterstützt), aber er zeichnet ein klareres Bild der Energieproblematik, als es via so manche Medien vermittelt wird. getAbstract empfiehlt sein Buch Politikern, Industriekapitänen und engagierten Bürgern, die wissen wollen, was eine ernstgemeinte Energiewende bedeuten würde.

Über den Autor

Marcel Hänggi ist freischaffender Wissenschaftsjournalist. Er war u. a. für die Schweizer Wochenzeitungen Weltwoche und WOZ tätig. 2007 erhielt er den Zürcher Journalistenpreis.

 

Zusammenfassung

Energie einst und jetzt

Nicht erneuerbare Energien machen heute 87 % der weltweiten Versorgung aus. Während man im 19. Jahrhundert auf Kohle als wichtigsten Energieträger angewiesen war, dominieren heute mehr denn je Erdöl und Erdgas. Das Zeitalter billiger Energie begann mit der Erfindung der Dampfmaschine vor 300 Jahren. Mit der Industrialisierung wuchs der Wohlstand. Diese Epoche scheint nun vorbei: Nicht, weil die Vorkommen fossiler Energien erschöpft sind, sondern weil die Gewinnung dieser Ressourcen immer kostspieliger wird. Können wir unseren Wohlstand über das industrielle Zeitalter hinaus retten? Ja, aber es braucht alternative Energien, und vor allem: Der Energieverbrauch muss reduziert werden.

Als man im England des 18. Jahrhunderts begann, Kohle als Energieträger zu nutzen, empfanden die Menschen diese Entwicklung als Segen. Zu dieser Zeit wurde in anderen Ländern, etwa in der Schweiz, noch auf Wasserkraft gesetzt. Der Energie aus Wasser gegenüber hatte die aus Kohle einen entscheidenden Vorteil: Die Kohle war transportierbar und konnte mit dem Aufkommen der Eisenbahn über weite Strecken zu den Fabriken gebracht werden. Das machte die Energie aus Kohle...


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