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Wirtschaftlichkeit im öffentlichen Sektor

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Wirtschaftlichkeit im öffentlichen Sektor

Wirtschaftlichkeitsvergleiche und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen

Oldenbourg,

15 Minuten Lesezeit
10 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Wirtschaftlichkeit ohne Wettbewerb – eine Reise in den Dschungel der Kennzahlen.

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Bewertung der Redaktion

6

Qualitäten

  • Analytisch
  • Überblick
  • Für Experten

Rezension

Die öffentliche Hand stellt Leistungen bereit, die von privaten Anbietern aufgrund besonderer Marktunvollkommenheiten schlechter oder gar nicht zu erbringen sind. Öffentliche Betriebe unterliegen zwar dem Gebot der Wirtschaftlichkeit, sind aber der disziplinierenden Wirkung des Wettbewerbs kaum ausgesetzt. Betriebswirt Holger Mühlenkamp stellt Verfahren für Wirtschaftlichkeitsvergleiche und -untersuchungen vor, mit denen unternehmerische Effizienz ermittelt werden soll, und weist auf ihre teils beträchtlichen Schwächen hin. Gleichzeitig führt er aus, welche Methoden unter welchen Bedingungen trotz ihrer Unzulänglichkeiten brauchbar sind. Das ist interessant und verdienstvoll, für Laien allerdings nur schwer nachvollziehbar: Mühlenkamps Argumentation ist über weite Strecken eine formal-methodische Beweisführung inklusive jeder Menge Formeln, unter denen manch wichtiger Gedanke unentdeckt zu bleiben droht. Es wäre günstig gewesen, diese formalen Passagen in einen Anhang auszugliedern und die Argumente als zusammenhängenden Text zu liefern. Dennoch empfiehlt getAbstract dieses Buch allen einschlägig Lehrenden und Studierenden, Kommunalpolitikern und Verantwortlichen in öffentlichen Unternehmen und Verwaltungen.

Zusammenfassung

Wirtschaftlichkeit versus andere Prinzipien

Laut Haushaltsrecht und anderen Bestimmungen unterliegt der öffentliche Sektor dem Wirtschaftlichkeitsgebot. Diese Verpflichtung ist jedoch abstrakt und wenig aussagekräftig und muss daher im Zusammenhang mit anderen Prinzipien gesehen werden. Dabei ergeben sich mancherlei Schwierigkeiten.

So findet sich das im Haushaltsgrundsätzegesetz verankerte Gebot der „Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit“ in diversen Haushaltsordnungen etwa der Länder wieder, enthält jedoch einen Widerspruch. Während Wirtschaftlichkeit das Erreichen des bestmöglichen Ergebnisses (Output) bei gegebenem Mitteleinsatz (Input) meint, zielt Sparsamkeit darauf, mit möglichst geringem Mitteleinsatz ein gegebenes Ergebnis zu erreichen. Wirtschaftlichkeit will also den Output maximieren (Maximalprinzip), während Sparsamkeit den Input zu minimieren trachtet (Minimalprinzip). Das Dilemma ist jedoch, dass man entweder wirtschaftlich oder sparsam handeln kann, nicht aber beides zugleich. Das erwähnte Gebot ist in dieser Form unerfüllbar.

Weiterhin ist Wirtschaftlichkeit in Verbindung mit der Qualität des Ergebnisses zu sehen. Eine Outputsteigerung lässt sich...

Über den Autor

Holger Mühlenkamp lehrt Öffentliche Betriebswirtschaftslehre an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer.


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