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Chinas neue Seidenstraße

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Chinas neue Seidenstraße

Kooperation statt Isolation – Der Rollentausch im Welthandel

Frankfurter Allgemeine Buch,

15 Minuten Lesezeit
10 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Was steckt hinter Chinas Absicht, die historische Seidenstraße wiederzubeleben?

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Bewertung der Redaktion

7

Rezension

Aktuell scheint auf der weltpolitischen Bühne vieles im Umbruch. Die Großmächte USA und China liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die wirtschaftliche Vorherrschaft. Ein Rennen, das die Chinesen langfristig gewinnen werden. Daran wird auch der drohende Handelskrieg nichts ändern. Während die Amerikaner unter ihrem Präsidenten Donald Trump ins Zeitalter des Protektionismus zurückkehren, plant China unter der Führung von Präsident Xi Jinping mit der neuen Seidenstraße eine eurasische Kooperation. Die Wiederbelebung der historischen Handelsroute soll die beiden Kontinente wirtschaftlich stärker vernetzen. Hartmann, Maennig und Wang gehen in ihrem Buch Chinas neue Seidenstraße den Motiven Chinas nach, mit denen das kommunistische Land das utopische Projekt verfolgt. Wer hinter „One Belt, One Road“ lediglich wirtschaftliches Kalkül und Hegemonialstreben Chinas vermutet, liegt gemäß den Autoren falsch: Bei Chinas Elite habe längst ein Umdenken stattgefunden, man suche wirtschafts- und gesellschaftspolitische Stabilität und setze verstärkt auf Kooperation statt Konfrontation. Ein aufschlussreiches Buch mit teils neuen Einsichten über Chancen und Risiken der geplanten Seidenstraße, findet getAbstract.

Zusammenfassung

Wiederbelebung einer historischen Handelsroute

Geschichtlich gesehen war die alte Seidenstraße keine einheitliche Handelsroute, sondern ein Flickwerk aus topografisch und klimatisch sehr unterschiedlichen, teils schwer passierbaren Wegabschnitten. Ihre Entstehungsgeschichte reicht wohl 4000 Jahre zurück. Die alte Seidenstraße erlangte Bedeutung als wichtigste Handelsverbindung zwischen dem Chinesischen Meer und dem Atlantik. Die Geschichte der Seidenstraße ist aufgrund von Funden und Reiseberichten, wie jener des italienischen Kaufmanns Marco Polo, zumindest in Teilen dokumentiert. Marco Polo berichtete ausführlich über seine Expeditionen und beschrieb Handelsgüter und Umschlagplätze. Die Bezeichnung „Seidenstraße“ erhielt die Handelsverbindung zwischen Europa und Asien allerdings erst Ende des 19. Jahrhunderts durch den deutschen Geografen Baron Ferdinand von Richthofen, der auf dieser Route zu Forschungszwecken unterwegs war. Obwohl sich der Name in den Folgejahren auch international durchsetzte, ist die Bezeichnung dennoch irreführend: Neben Seide wurden auf dem Handelsweg auch Gewürze, Edelmetalle, Porzellan und vor allem Papier transportiert und vertrieben. Der mittlere...

Über die Autoren

Wolf D. Hartmann ist Hochschullehrer, Unternehmer und Buchautor. Wolfgang Maennig lehrt Volkswirtschaft an der Universität Hamburg und ist daneben als Sachverständiger für große Infrastrukturprojekte tätig. Run Wang hat in China Wirtschaftsgeografie studiert und in Deutschland promoviert. Er forscht an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Xiamen.


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