Zusammenfassung von Coffin Corner

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Coffin Corner Buchzusammenfassung
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Bewertung

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6 Umsetzbarkeit

7 Innovationsgrad

7 Stil


Rezension

Amel Karboul stammt aus Tunesien. Dort hat man ein anderes Verhältnis zu unvorhergesehenen Ereignissen – sie werden als Normalität akzeptiert. In Industrieländern hingegen glaubt man immer noch, Unsicherheit durch präzise Planung in den Griff zu kriegen. Ein unter Umständen fataler Irrtum, sagt Karboul: Detaillierte Planung, radikale Verschlankung und maximale Effizienz können für Unternehmen tödlich sein, denn sie lassen ihnen keine Spielräume mehr. Weil eh immer alles anders kommt als erwartet, schlägt Karboul orientalische Gelassenheit vor, gepaart mit besserer Kommunikation und mehr Menschlichkeit im Unternehmen. Sie selbst arbeitet seit vielen Jahren als Beraterin von Führungskräften und sieht deren Schwachpunkte mit ihrem Blick aus einem anderen Kulturkreis klar. Dass sie auf die stimmige Aviatik-Metapher noch zahlreiche weitere draufhäuft, von John Wayne über König Artus bis hin zu den Berliner Philharmonikern, wäre nicht nötig gewesen; allerdings lenkt es davon ab, dass ihre Verbesserungsvorschläge weder allzu neu noch besonders konkret sind. Zum Nachdenken animieren sie aber allemal, findet getAbstract und empfiehlt ihr Buch besonders Managern etablierter Firmen, aber auch Beratern, Ökonomen und Wirtschaftsstudenten.

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • warum maximale Effizienz brandgefährlich ist,
  • warum man mit Unsicherheit leben lernen sollte und
  • was Führungskräfte tun können, um ihre Unternehmen flexibler und dynamikrobust zu machen.
 

Über die Autorin

Amel Karboul ist in Tunis aufgewachsen und studierte Maschinenbau in Deutschland. Sie war Trainee bei Daimler-Benz und arbeitete für die Boston Consulting Group, bevor sie sie ihre eigene Beratungsfirma gründete. Nach dem Arabischen Frühling wurde sie 2014 Tourismusministerin in der tunesischen Übergangsregierung und war daran beteiligt, die ersten freien und transparenten Wahlen des Landes vorzubereiten.

 

Zusammenfassung

In der Coffin Corner

Wenn eine Boeing 737-800 in ungefähr 12 200 Metern Höhe fliegt, ist sie hocheffizient unterwegs. Die Luft ist sehr dünn und der Kerosinverbrauch minimal. Doch sie muss schnell fliegen, um noch Auftrieb zu haben. Außerdem entspricht diese Mindestgeschwindigkeit beinahe der Maximalgeschwindigkeit, jenseits derer das Flugzeug zu zerbrechen droht. Ein kleiner Fehler, und alle Passagiere sind tot. So ging es dem Air-France-Flug 447 am 1. Juni 2009 vor der brasilianischen Küste. 228 Menschen an Bord verloren ihr Leben. Diese kleine Zone höchster Effizienz in großer Höhe, die ein Flugzeug gerade noch erreichen kann, in der Mindest- und Höchstgeschwindigkeit nahezu gleich sind, in der die kleinste Turbulenz und jeder kleinste Fehler den Absturz bedeuten kann, nennt man „Coffin Corner“ – Sargecke. Dort gibt es keine Spielräume mehr. In genau dieser Ecke – im übertragenen Sinn – bewegen sich Unternehmen, die auf höchste Effizienz getrimmt sind. Handelsketten wie Schlecker, Quelle und Hertie oder Traditionsunternehmen wie Kodak, Saab und Loewe verschwanden jäh von der Bildfläche. Sie waren professionell gemanagt und lange erfolgreich – bis sie plötzlich abstürzten...


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