Zusammenfassung von Das Gesetz der Krise

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Das Gesetz der Krise Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Analytisch
  • Meinungsstark
  • Praktische Beispiele

Rezension

Mit großem Sachverstand ergründet Susanne Schmidt die Wurzeln der derzeitigen Finanzkrise. Die Verflechtungen von Banken und Politik spielen ihrer Meinung nach eine entscheidende Rolle. Der erfahrenen Bankerin und Journalistin gelingt eine eingängige Darstellung makroökonomischer Sachverhalte, die in ein engagiertes Plädoyer für Europa und seine Gemeinschaftswährung mündet. Hilfreich ist die Gliederung in sechs klar voneinander abgegrenzte Krisenherde: das Finanz- und Bankensystem, die Staatsschulden, Inflation oder Deflation, die Vergemeinschaftung von Staats- und Privatschulden, das Auseinanderbrechen der Eurozone und das demokratische Defizit in der EU. Schmidt zeigt sich sehr marktskeptisch, doch es ist ihr hoch anzurechnen, dass sie konstruktive Lösungsvorschläge macht und nicht bloß kritisiert. Der Fokus auf praktikable Rezepte und die klare Analyse grundlegender Fehler in Politik und bei den Banken machen ihr Buch glaubwürdig – auch wenn man in einzelnen Punkten anderer Meinung sein kann. getAbstract empfiehlt die Lektüre allen, die nach Handlungsanweisungen für die Überwindung der Krise suchen.

Über die Autorin

Susanne Schmidt, Nationalökonomin und Tochter des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt, arbeitete 20 Jahre lang für Finanzinstitute in London, u. a. für die Deutsche Bank. Anschließend kommentierte sie als Journalistin von Bloomberg TV das aktuelle Wirtschaftsgeschehen. Ihr Buch Markt ohne Moral erhielt 2010 den International Book Award von getAbstract.

 

Zusammenfassung

Die Ursachen der Wirtschaftskrise

Seit der Pleite von Lehman Brothers im September 2008 und dem Ausbruch der Finanzkrise leiden die Banken an sinkender Profitabilität. Die prekäre konjunkturelle Situation, erhöhte Eigenkapitalquoten, hausgemachte Fehler, der Werteverfall von Staatsanleihen und der griechische Schuldenschnitt sind dafür verantwortlich. Besonders akut war die Situation Ende 2011, als die Europäische Zentralbank (EZB) eingreifen musste: Mit einem massiven, über drei Jahre laufenden und in der Höhe unbegrenzten Kredit (LTRO, „long term refinancing operation“) schüttete sie in zwei Tranchen rund 1 Billion Euro aus. Die Refinanzierungsprobleme vieler Banken wurden dadurch abgedämpft. Allerdings fragten auch Banken den Kredit nach, die ihn gar nicht benötigten. Zudem signalisierte die LTRO den Banken, dass sie weitermachen konnten wie gehabt, ohne ihr Geschäftsmodell anpassen zu müssen. Somit hat die LTRO die Krise letztlich nur hinausgezögert, Europa sitzt weiterhin auf einem Pulverfass. Sie hat die Verflechtung von Banken und Staat noch erhöht und „moral hazard“ verursacht, d. h., sie befördert im Bankensystem das opportunistische Ausnutzen der eigenen Nichtverwundbarkeit...


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