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Das Unerwartete managen

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Das Unerwartete managen

Wie Unternehmen aus Extremsituationen lernen

Schäffer-Poeschel,

15 Minuten Lesezeit
10 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Was haben Flugzeugträger-, Atomkraftwerk- und Feuerwehrmannschaften gemeinsam? Sie sind Spezialisten im Umgang mit dem Unerwarteten.


Bewertung der Redaktion

7

Qualitäten

  • Innovativ
  • Eloquent

Rezension

Pläne sind etwas Notwendiges. Und Handlungsanweisungen für Notfälle haben selbstverständlich ihre Berechtigung. Aber wer sich darauf verlässt, behaupten Karl E. Weick und Kathleen M. Sutcliffe, steckt im Schlamassel. Denn vorgefertigte Pläne und dicke Handbücher führen nur zu oft dazu, dass Flexibilität vernachlässigt wird und dass schlicht vergessen wird, sich frühzeitig auf unerwartete Situationen vorzubereiten. Weick und Sutcliffe halten ein Plädoyer dafür, ständig Ausschau zu halten nach Warnsignalen, um unangenehmen Situationen zu begegnen, bevor sie großen Schaden anrichten können. Die beiden amerikanischen Wissenschaftler schlagen vor, sich an "High Reliability Organizations" wie Krankenhäusern, Feuerwehren, Atomkraftwerken oder Flugzeugträgern zu orientieren. Sehr schwungvoll vorgetragen, aber letztendlich kaum mehr als ein Aufrütteln aus der eigenen Bequemlichkeit. Denn konsequent umsetzen werden wohl die wenigsten Unternehmen diesen Ansatz – eine Frage der Prioritäten. getAbstract empfiehlt das Buch trotzdem allen Managern, die nichts dagegen haben, sich im gewohnten Trott stören zu lassen.

Zusammenfassung

High Reliability Organizations

Die herkömmlichen Methoden, um Unternehmen vor unerwarteten Situationen zu schützen, haben alle dasselbe Problem: Sie helfen im Ernstfall nicht. Häufig verschlimmern sie die Krise sogar. Wer ernsthaft Schutz sucht, sollte den Blick auf Organisationen werfen, die sich durch ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit auszeichnen müssen – Atomkraftwerke, Feuerwehrteams und Flugzeugträger gehören dazu. Solche „High Reliability Organizations“, kurz HRO, zeichnen sich durch höchste Zuverlässigkeit bei schwierigen äußeren Bedingungen aus. Das liegt daran, dass sie Methoden entwickelt haben, um konstruktiv mit unerwarteten Situationen umzugehen. Dabei helfen ihnen fünf Prinzipen:

  1. Die Aufmerksamkeit wird auf Fehler gelegt und nicht auf Erfolge. HROs feiern nicht unentwegt ihre Erfolge. Sie sind geradezu besessen von ihren Fehlern. Sie wollen herausfinden und lernen, wo es hakt – damit es künftig nicht mehr vorkommt. Selbstzufriedenheit, Nachlässigkeit und Abgleiten in Routine sind drei Feinde der HROs.
  2. Einfachen Antworten wird nicht geglaubt. HROs vereinfachen weniger und sehen dadurch mehr. Sie akzeptieren die Komplexität...

Über die Autoren

Karl E. Weick ist Professor für Organisationsverhalten und -psychologie an der Business School der University of Michigan. Als Fachredakteur für Psychologie schreibt er für die Zeitschrift Wildfire. Weicks Buch The Social Psychology of Organizing wurde von der Zeitschrift Inc. zu einem der neun besten jemals verfassten Wirtschaftsbücher gekürt. Kathleen M. Sutcliffe ist Associate Professor für Organisationsverhalten und Personalmanagement an der Business School der University of Michigan.


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