Rezension
FĂŒr Verhaltensökonomen ist unser Alltag ein wahres Forschungseldorado: Warum reagieren wir auf Gratisangebote wie Waldi auf ein StĂŒck Wurst? Weshalb können nur wenige der Versuchung widerstehen, das Geschenk fĂŒr den Sohnemann auf die Spesenrechnung zu setzen? Warum landen Millionen erstklassiger Autos in deutschen Schrottpressen? Und wieso stellen Abgeordnete in GroĂbritannien dem Steuerzahler Pornofilme und die Reinigung ihres privaten Burggrabens in Rechnung? All das ist nicht nur unvernĂŒnftig und unmoralisch, sondern nachgerade blöde. Aber so sind wir nun mal, meint Dan Ariely. Er muss es wissen, denn in seinen Experimenten hat er auch intelligente, rechtschaffene Studenten als GelegenheitsbetrĂŒger und potenzielle Sexmonster entlarvt. Seine Beispiele sind direkt aus dem Leben gegriffen, sodass man sich als Leser mehrmals an die eigene Nase fasst. Das ist nicht immer angenehm, aber sehr unterhaltsam und lehrreich. getAbstract legt das Buch allen SchnĂ€ppchenjĂ€gern, notorischen Aufschiebern, Sportmuffeln, DiĂ€tbrechern und KreditkartenĂŒberziehern ans Herz, die wissen wollen, warum sie immer wieder von ihren guten Geistern verlassen werden.
Zusammenfassung
Ăber den Autor
Dan Ariely unterrichtet Verhaltensökonomie an der Duke University in North Carolina und am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Er schreibt u. a. fĂŒr die New York Times und die Financial Times und kommentiert aktuelle Themen fĂŒr National Public Radio und CNN.
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Da wäre zum einen die ganze Open-Source-Bewegung, die (nicht nur, aber auch) hervorragende Software hervorbringt, die rein gar nichts kostet. Zugegeben, kommt sie oft nicht ganz an kostenpflichtige Angebote ran, aber sehr oft reicht das gebotene für einen normalen Benutzer vollkommen aus.
Daneben gibt es aber auch noch ein anderes - wie ich finde sehr faires Modell: Die Basis-Version ist gratis, die Pro-Version kostet was. Die Anbieter gewinnen mit der Gratis-Version Kunden/Anhänger und verdienen mit der Pro-Version das Geld. Es kann jeder selbst entscheiden, ob ihm die Basis-Version genügt, oder er für weitere Funktionen Geld ausgeben mag.