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Der amerikanische Patient

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Der amerikanische Patient

Was der drohende Kollaps der USA für die Welt bedeutet

Siedler,

15 Minuten Lesezeit
10 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Den USA geht es schlecht – und Schadenfreude ist unangebracht.


Bewertung der Redaktion

8

Qualitäten

  • Augenöffner
  • Visionär

Rezension

Von wegen Supermacht: Die Mängelliste der USA wird immer länger. Der ehemalige Weltbankberater und Amerikakenner Josef Braml fasst die wichtigsten – negativen – Trends zusammen und wagt einen düsteren Ausblick. Das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ befinde sich in einer ausweglosen Lage, konstatiert er. Braml beschreibt auf plausible Weise, warum auch Hoffnungsträger wie Barack Obama kaum viel bewegen können, wenn sie sich den Job des vermeintlich mächtigsten Menschen des Planeten angeln. Bramls Sicht mag die nach wie vor vorhandenen amerikanischen Stärken allzu sehr ausblenden; aber es hat eigentlich noch nie geschadet, sich für das Schlimmste zu wappnen. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die auf politischer oder geschäftlicher Ebene mit den USA zu tun haben.

Zusammenfassung

Die USA können nicht mehr, wie sie wollen

Wegen der Krise der Euroländer ist die Schieflage der USA hierzulande aus dem Blickfeld geraten. Dabei werden die Veränderungen, die in Amerika vor sich gehen, in den nächsten Jahren weltweite Auswirkungen auf Politik und Wirtschaft haben. Die Folgen sind schon absehbar:

  • Die USA werden ihre internationale Ordnungsfunktion als Garantiemacht für Sicherheit, Freihandel und Leitwährung immer weniger wahrnehmen können.
  • Je weniger die Supermacht in diesen Bereichen zu bieten hat, desto schwächer wird die Akzeptanz der liberalen Weltordnung werden, für die sie steht.
  • Die USA werden stärker auf ihre Eigeninteressen pochen – und damit nicht nur ihren Konkurrenten, sondern auch ihren Verbündeten schaden.
  • Die militärische Überlegenheit der USA bleibt zwar erhalten, diese ist jedoch nutzlos, sollten Kriege mit Währungen statt mit Waffen geführt werden.

Beunruhigender Generationenwechsel

Die geburtenstarken Jahrgänge in den USA, lange verwöhnt mit quasi automatisch wachsendem Vermögen, gehen in den Ruhestand. Wider eigenes Erwarten können die so genannten Babyboomer, geboren von ...

Über den Autor

Josef Braml ist Amerikaexperte bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Zuvor arbeitete er u. a. bei der Weltbank, beim Aspen Institute Berlin und bei der Stiftung Wissenschaft und Politik.


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