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Der Aufstieg des Geldes

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Der Aufstieg des Geldes

Die Währung der Geschichte

Econ,

15 Minuten Lesezeit
10 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Geld macht Geschichte: von der antiken Münze bis zum modernen Banken-Crash.

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Bewertung der Redaktion

9

Qualitäten

  • Hintergrund
  • Unterhaltsam

Rezension

Harvard-Professor Niall Ferguson ist ein munterer Geschichtenerzähler. Der Historiker geht in seinem Parforceritt durch die Geschichte des Finanzwesens vor allem den spannenden Storys nach, die sich hinter dem scheinbar langweiligen Thema verstecken. In schnellen Schnitten und Szenenwechseln erzählt Ferguson von der jüngsten Immobilien- und Finanzkrise, von den Anfängen der Banknoten, vom Einfluss der Bankiersfamilie Rothschild auf den Ausgang des Kriegs gegen Napoleon, vom Enron-Skandal, vom Wunderwerk Anleihe und sogar vom Versicherungsdebakel, das der Hurrikan Katrina ausgelöst hat. Mit dem Tempo und dem etwas chaotischen Aufbau erinnert Fergusons Buch an das Drehbuchscript einer modernen TV-Dokumentation. Der Autor springt stufenlos zwischen Heute und Gestern, der Finanzkrise und Waterloo, Chinas Aufstieg und dem Kampf der italienischen Stadtstaaten in der Renaissance hin und her. Die Historikerzunft mag befremdet sein, aber alle, die sich über die Finanzkrise und ihre geschichtlichen Vorläufer informieren wollen, werden in dem Werk eine sehr lehrreiche und unterhaltsame Feierabendlektüre finden, meint getAbstract.

Zusammenfassung

Blei zu Gold

Die moderne Finanzwirtschaft ähnelt der mittelalterlichen Alchemie in ihrem Bestreben, Blei in Gold zu verwandeln. Das Erstaunliche ist, das dieses Verfahren manchmal tatsächlich funktioniert, wie beispielsweise zur Zeit der amerikanischen Immobilienblase, deren Platzen zur weltweiten Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 führte.

Amerika lebt auf Pump. Deshalb war es bis vor Kurzem auch für ärmere Familien möglich, Kredite für den Hauskauf zu erlangen. Diese wurden von den Banken zu so genannten besicherten Schuldverschreibungen gebündelt und dann – ohne Wissen der Schuldner – an Banken in der ganzen Welt verkauft. So finanzierten Geldinstitute in Deutschland oder der Schweiz faule amerikanische Kredite, die Subprime-Hypotheken. Die Bündelung gab den Krediten den Anschein, ihr Risiko sei kalkulierbar, ja sogar teilweise von AAA-Bonität. Das funktionierte so lange, wie die Zinszahlungen flossen, die Häuser an Wert gewannen und die Käufer Arbeit hatten.

Als die Hypotheken-Lockangebote dann aber ausliefen und die Zinsschraube angezogen wurde, konnten viele Schuldner nicht mehr zahlen. Und siehe da: Das Gold verwandelte sich wieder in Blei. Die vermeintlich...

Über den Autor

Niall Ferguson ist Professor für Geschichte an der Harvard University mit Schwerpunkt Finanz- und Wirtschaftsgeschichte sowie Senior Research Fellow der Oxford University. Er ist einer der bekanntesten Historiker der angelsächsischen Welt.


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