Zusammenfassung von Der Halo-Effekt

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Der Halo-Effekt Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Man kennt das Szenario aus Gutenachtgeschichten: Die Guten siegen immer, die Bösen werden bestraft, und am Ende weiß jeder, wie er sich zu verhalten hat. Und das ist gut so, schließlich sollen die Kleinen ruhig schlafen können. Nimmt man nun einen populären Managementratgeber zur Hand, so wird man ein ähnliches Muster erkennen. Na, dann gesegnete Nachtruhe! – Oder doch nicht? Phil Rosenzweig entlarvt die sagenhaften Erfolgsgeschichten und idiotensicheren Patentrezepte für Führungskräfte als das, was sie sind: moderne Märchen mit großem Unterhaltungswert und geringer Praxisrelevanz. Der Halo-Effekt und einige andere Täuschungen führen nämlich dazu, dass Erfolgsursachen vielfach vom Ergebnis her beurteilt werden: Schreibt eine Firma schwarze Zahlen, macht sie sicher alles richtig; geht es bergab, sind die Strategie, der CEO oder beide schuld. Rosenzweig bleibt nach seiner Problemanalyse eine befriedigende Antwort auf die Frage nach den ultimativen Erfolgsfaktoren schuldig – was aber nur folgerichtig ist. Gerade deshalb legt getAbstract dieses wichtige Buch allen ans Herz, die ihren kritischen Verstand schärfen und realistischer an das Tagesgeschäft der Unternehmensführung herangehen möchten.

Über den Autor

Phil Rosenzweig ist Professor am International Institute for Management Development (IMD) in Lausanne, Schweiz. Im Anschluss an seine Karriere als Manager promovierte er an der Wharton School der Universität von Pennsylvania und lehrte sechs Jahre an der Harvard Business School. Sein Buch The Halo Effect wurde 2007 mit dem getAbstract-Wirtschaftsbuchpreis ausgezeichnet.

 

Zusammenfassung

Das Märchen vom Erfolgsrezept

Im Grunde lieben alle einfache Antworten und klare Handlungsanweisungen. Viel beschäftigte Manager sind da keine Ausnahme, und deshalb haben Ratgeber über die „fünf Schritte zum Erfolg“, die „acht Prinzipien der Topunternehmen“ usw. Hochkonjunktur. Das Problem: Viele dieser angeblichen Patentrezepte beruhen auf Täuschungen. Sie gründen auf fehlerhaften Daten oder verwechseln Begleiterscheinungen mit Ursachen und verstellen so den Blick auf die wahren Herausforderungen eines Unternehmens. Ähnlich wie in der Wirtschaftspresse wird in vielen Managementratgebern vorschnell vom Ergebnis auf die Performance geschlossen: Stimmt die Bilanz, dann muss auch die angewandte Strategie die richtige sein. Werden dagegen rote Zahlen geschrieben, dann ist es eben die falsche. Dass andere Faktoren wie Wechselkursschwankungen, verstärkter Wettbewerb oder veränderte Kundenwünsche eine viel wichtigere Rolle spielen können, wird meist übersehen.

Ein klassisches Beispiel ist die Geschichte von Cisco. Das Unternehmen aus dem Silicon Valley war der Darling der New-Economy-Ära. Nach Auffassung der Wirtschaftsjournalisten machte es einfach alles richtig: die beste...


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