Rezension von Der Minuten-Manager: Führungsstile

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Der Minuten-Manager: Führungsstile Buchzusammenfassung
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Bewertung

6

Qualitäten

  • Unterhaltsam
  • Inspirierend

Rezension

Das Konzept des situativen Führens erfreut sich bei Führungskräften seit Jahrzehnten erheblicher Beliebtheit, obwohl es wissenschaftlich nie untermauert werden konnte. Die Autoren um Managementguru Kenneth Blanchard stellen den Ansatz in diesem Büchlein in Form einer Geschichte vor, die sich flüssig liest und den Eindruck vermittelt, dass es sich um einen nützlichen Ansatz handelt. Für die praktische Umsetzung sind die Ausführungen aber zu wenig konkret und strukturiert und liefern letztlich nur schemenhafte Skizzen.

Über die Autoren

Kenneth Blanchard ist Gründer der Ken Blanchard Companies, einer Beratungsfirma für Personalentwicklung, und Co-Autor mehrerer Managementbestseller. Patricia Zigarmi und Drea Zigarmi arbeiten in verantwortlichen Positionen für die Ken Blanchard Companies.

 

Die Theorie des situativen Führens ist sehr beliebt, obwohl sie nie empirisch untermauert wurde.

Die Theorie des situativen Führens, in den späten 1960er-Jahren von Paul Hersey und Kenneth Blanchard entwickelt, ist nach wie vor sehr beliebt. Der Ansatz steht im Zentrum von Der Minuten-Manager: Führungsstile, geschrieben von Blanchard und zwei Co-Autoren. Von der Tatsache, dass die Theorie nie empirisch gestützt werden konnte, haben Manager weltweit sich nicht beirren lassen, zumal es kaum ein Managementlehrbuch gibt, in dem dieser Ansatz fehlt. Mehrere Faktoren machen den Ansatz für Führungskräfte reizvoll: Unterschiedliche Situationen und Reifegrade der Mitarbeiter erfordern unterschiedliche Führungsstile – vom Dirigieren über Trainieren und Sekundieren bis zum Delegieren. Somit findet sich jede Führungskraft, ob sie nun autoritär oder partizipativ führt, irgendwo im Modell wieder. Da jeder Führungsstil manchmal angebracht zu sein scheint, ist folglich keiner immer falsch. Das ist sehr beruhigend für jeden Praktiker, welchen Führungsstil er selbst auch immer anwendet. Wahrscheinlich ist dieserAnsatz dadurch für viele Manager deutlich attraktiver als beispielsweise die heute dominierende Forderung nach partizipativer Führung.

Die Art und Weise, wie Blanchard und seine Co-Autoren das situative Führen im Buch präsentieren, ist sympathisch und liest sich sehr entspannt. Sie setzen auf Storytelling und erzählen eine Geschichte, in der eine junge Unternehmerin in Dialogen mit dem „Minuten-Manager“ und einigen seiner Mitarbeiter erfährt, wie situatives Führen funktioniert. Der Minuten-Manager heißt so, weil er seinen Mitarbeitern täglich eine Minute lang ins Gesicht schaut und sich dabei bewusst macht, dass sie seine wertvollste Ressource sind.


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