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Der neue Wohlstand
Buch

Der neue Wohlstand

Was wir für eine bessere Zukunft tun müssen

Hoffmann und Campe, 2025 Mehr

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Bewertung der Redaktion

9

Qualitäten

  • Augenöffner
  • Visionär
  • Hintergrund

Rezension

Das Buch ist eine Überraschung – gerade für Interessierte in Deutschland. Die beiden renommierten US-Autoren bescheinigen ihrem Land, dass es innovationsschwach, bürokratisch verkrustet und wachstumsfeindlich geworden sei. Noch mehr als diese steile These überraschen die empirischen Daten, mit denen sie sie belegen, etwa zum Mangel an Wohnraum, zum Scheitern von Großprojekten oder zur Scheu vor riskanter Forschung. Klein und Thompson ordnen die erstaunlichen Erkenntnisse über das vermeintlich freieste Land der Welt in dessen politische Landschaft ein – inklusive des Aufstiegs Trumps. Lesenswert.

Zusammenfassung

Statt Wohlstand zu schaffen, vermehrt die Politik in den USA die Knappheit.

Seit den 1980er-Jahren sind in den USA Politiker und Politikerinnen am Werk, die dem Staat nicht viel zutrauen oder ihm misstrauen. Der Staat solle sich zurückhalten, der Markt sei die Lösung aller Probleme, die Steuern müssten runter – das sind Kernbotschaften, die parteiübergreifend vertreten werden. Sowohl die konservative Republikanische Partei als auch die liberale Demokratische Partei haben über Jahrzehnte entsprechende Politik gemacht. Sie folgten dabei bis zur Finanzkrise dem neoliberalen Zeitgeist. Das Leitbild war und ist der schlanke Staat, der die Angebotsseite der Volkswirtschaft stärkt, das heißt die Arbeitsbedingungen und Gewinnaussichten der Unternehmen verbessert.

Diese Sichtweise blendet aus, dass viele lebenswichtige Güter wie zum Beispiel Wohnraum in Ballungsgebieten entweder gar nicht oder nicht in ausreichendem Maß vom Markt bereitgestellt werden. Es herrscht eine Knappheit, die nicht durch ein steigendes Angebot beseitigt wird. Hohe Nachfrage hat nur die Wirkung, dass die Preise steigen und auch viele in der Mittelschicht sich das Gut nicht mehr ...

Über die Autoren

Ezra Klein schreibt als Journalist für die Washington Post und ist Autor des Buchs Der tiefe Graben. Derek Thompson ist Autor bei The Atlantic und Experte für technologische Themen.


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