Zusammenfassung von Der sanfte Verlust der Freiheit

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Der sanfte Verlust der Freiheit Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Das deutsche Steuersystem ist so kompliziert, dass so gut wie jeder davor kapituliert. Es ist geradezu ein Entmündigungssystem, meint der ehemalige Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof und illustriert diese Behauptung anhand etlicher eingängiger Beispiele. Dabei geht er sowohl auf die Steuerbelange von Unternehmern als auch von Privatleuten ein. Er verdeutlicht, wo das Steuersystem in sich unlogisch ist, wo eine Reform ansetzen müsste und welche konkreten Änderungen notwendig sind. Kirchhofs Reformvorschlag kann man mit Fug und Recht als „gründlich“ bezeichnen: Nicht weniger als 69 600 Paragrafen sollen gestrichen werden! Nicht nur die Bürger, sondern auch der Staat würde profitieren: Schließlich ist ein Rechtsstaat seinen Bürgern ein verständliches Steuersystem schuldig, damit er nicht an Ansehen verliert und Staatsverdrossenheit produziert. Kirchhof bemüht sich redlich um allgemein verständliche Schilderungen, doch selbst ihm fällt es mitunter nicht leicht, sprachliche Alternativen zum Juristenkauderwelsch zu finden. Trotzdem empfiehlt getAbstract dieses Buch allen Lesern, die schon einmal am deutschen Steuersystem verzweifelt sind.

Über den Autor

Paul Kirchhof war von 1987 bis 1999 Richter am Bundesverfassungsgericht. Er war an maßgeblichen Entscheidungen zum Steuerrecht beteiligt. Mit Unterstützung einiger Bundesländer erarbeitete er ein stark vereinfachtes Steuerrecht. Kirchhof lehrt und forscht an der Universität Heidelberg.

 

Zusammenfassung

Nieder mit den Paragrafen

Der deutsche Steuerzahler hat es nicht leicht. Nicht nur, dass er Steuern zahlen muss, er muss im Regelfall auch mindestens ein Wochenende damit zubringen, aus Belegen und Quittungen eine Steuererklärung zu erstellen. Ohne Bücher mit Steuertipps und ohne Steuertabellen ist das kaum möglich. Damit soll Schluss sein! Die derzeit 31 Bundessteuern könnten ohne weiteres auf lediglich vier reduziert werden: Einkommensteuer, Umsatz-, Erbschaft- und Sonderverbrauchsteuer. Aus 70 000 Paragrafen sollen 400 werden, 69 600 können gestrichen werden. Außerdem gibt es viel zu viele Ausnahmen und steuervermeidende Gestaltungsmöglichkeiten. Sie sollten abgeschafft werden. Schließlich sollte der Steuerzahler in seiner Mitwirkung nicht übermäßig belastet werden: Formulare dürfen für ihn keine unüberwindbaren Barrieren sein. Eine gründliche Reform des Steuergesetzes macht nicht nur dem Bürger das Leben leichter, auch der Staat profitiert davon. Denn wenn das Steuergesetz so kompliziert ist, dass auch Finanzbeamte den Durchblick verlieren und eine Steuererklärung nicht mehr kontrollieren können, dann hat das Steuerrecht klare Defizite. Der Staat ist so im Steuerrecht...


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