Zusammenfassung von Der Übermuslim

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Der Übermuslim Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Innovativ
  • Analytisch
  • Kontrovers

Rezension

Der 11. September 2001 und seine Nachwirkungen prägen den Charakter unserer Epoche. Der IS hat Al Kaida als Hauptgegner des Westens abgelöst und der verbreiteten Terrorangst steht ein überforderter Staat mit einem aufgeblähten Überwachungsapparat im Dauernotstandsmodus gegenüber. Doch wer genau sind die Islamisten, was sind ihre Motive und wie schaffen sie es, mitten in Westeuropa (keineswegs nur in der Unterschicht) ihren Nachwuchs zu rekrutieren? Diesen Fragen geht dieser äußerst kenntnisreiche Essay auf den Grund. Fethi Benslama greift auf eine klassische Denkschule der europäischen Moderne zurück, die Psychoanalyse. Analog zu Freuds Über-Ich entwirft er die Denkfigur des Übermuslims als Prototyp des fanatischen Islamisten. Im letzten Drittel zeichnet Benslama die Wirkung des arabischen Frühlings in Tunesien nach und erläutert daran, wie die Überwindung des Islamismus gelingen kann. Besonders für Nichtmuslime sind die Hintergründe und Motive für die Radikalisierung junger Menschen äußerst aufschlussreich, meint getAbstract.

Über den Autor

Fethi Benslama ist Psychoanalytiker und Professor für Psychoanalyse an der Universität Paris-Diderot. Er gilt als einer der wichtigsten französischsprachigen Forscher zum Islamismus und ist Mitglied der tunesischen Akademie der Wissenschaften sowie Autor zahlreicher Bücher über Psychoanalyse und den Islam.

 

Zusammenfassung

Durch Radikalisierung zum Dschihad

Radikalisierung ist der zentrale Begriff, wenn wir über die Ursachen des globalen Dschihadismus sprechen. Ein Wendepunkt ist zweifellos der 11. September 2001. Nach den Ereignissen von New York gilt das radikalisierte Individuum als größte Bedrohung. Der Terror radikalisierter Gotteskämpfer und die gesellschaftliche Reaktion darauf prägen den Charakter unserer Epoche. Dem entspricht ein Staat im Notstand, der einen enormen Überwachungsaufwand betreibt und in dem der Ausnahmezustand zum Alltag wird. Angst und das Gefühl von Verletzlichkeit machen sich unter den Menschen breit.

Terror ist blind, er kann jeden treffen. Über die mediale Verbreitung erfährt der eigentliche Anschlag seine Fortsetzung. Ein Kalkül, das von den extremistischen Akteuren bewusst eingeplant ist. Die Kombination aus blinder Gewalt und medialer Inszenierung soll eine furchtlose, zu allem entschlossene Macht zur Schau stellen, die sich keinem irdischen Gesetz beugt und mitleidlos das Gesetz Gottes exekutiert. Der Ruf „Allah akbar“ soll ausdrücken, dass die Tat Gotteswerk, der Täter nur das willige Werkzeug des Allmächtigen sei. Auf das affine Publikum in...


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