Zusammenfassung von Der Weg in die Unfreiheit

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Der Weg in die Unfreiheit Buchzusammenfassung
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Bewertung

8 Gesamtbewertung

10 Wichtigkeit

8 Innovationsgrad

6 Stil


Rezension

Das nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion von dem amerikanischen Politologen Francis Fukuyama prophezeite „Ende der Geschichte“ ist nicht eingetreten. Die Annahme, die Marktwirtschaft gebäre gleichsam zwangsläufig Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Liberalität, hat sich als falsch erwiesen. Vielmehr hat sich in Russland ein rechtsnationales Regime etabliert, das nicht weniger autoritär regiert als seine sowjetischen Vorgänger. Das Land macht keine Anstalten, sich in absehbarer Zeit in eine Demokratie zu verwandeln. Wie es aussieht, wird keineswegs das Zeitalter des ewigen Liberalismus anbrechen. Vielmehr könnte das Gegenteil passieren und die liberalen westlichen Demokratien der Nachkriegszeit sich als historischer Ausnahmefall erweisen. Dieses Szenario jedenfalls buchstabiert Snyders Buch enorm facettenreich, mit stupender Sachkenntnis und auf der Basis umfangreicher Recherchen aus. Umso bedauerlicher ist es, dass es wie ein ausgekippter Zettelkasten wirkt, etwas wahllos und wenig stringent zusammengefügt, sodass Snyders Einsichten nicht die Überzeugungskraft entfalten können, die ihrer Bedeutung angemessen wären. Dennoch ist das beklemmende und aufrüttelnde Buch unbedingt lesenswert.

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • wie sich die russische Politik nach dem Ende der Sowjetunion entwickelte,
  • welche geopolitische Strategie Russland verfolgt und
  • warum gemäß Timothy Snyder die Wahl Donald Trumps Russlands größter Triumph ist.
 

Über den Autor

Timothy Snyder lehrt Geschichte an der Yale University und ist Autor erfolgreicher Bestseller wie Über Tyrannei. Er erhielt unter anderem den Hannah-Arendt-Preis und den Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung. 

 

Zusammenfassung

Russland ohne Zukunft

Begünstigt durch die planwirtschaftliche Konzentration der Produktion wurden nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die profitablen Industrien des Landes Opfer ungezügelter Privatisierung. So übernahmen in den 1990er-Jahren sich gegenseitig bekämpfende Clans superreicher Oligarchen die Macht und bereicherten sich hemmungslos am Vermögen der Allgemeinheit. Es erwies sich als Illusion, dass freie Märkte quasi automatisch Rechtsstaatlichkeit und politische Demokratisierung hervorbringen würden. Vielmehr sind rechtsstaatliche Institutionen umgekehrt Voraussetzung für funktionierende Marktwirtschaften.

Nach 2000 erlebte Russland eine weitere Transformation. Unter Wladimir Putin scheiterte der Aufbau rechtsstaatlicher Institutionen. Der Staat wurde zu einer Kleptokratie, in dem sich nun nicht mehr miteinander konkurrierende Clans bereicherten, sondern ein einziger Oligarchen-Clan um Putin alles dominierte. Statt Regeln gegen korrupte Oligarchen durchzusetzen, monopolisierte der Staat selbst das Recht auf Korruption. Nach Einschätzung der Schweizer Bank Credit Suisse ist Russland der Staat, in dem die größte Ungleichheit herrscht...


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