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Die 12 neuen Gesetze der Führung

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Die 12 neuen Gesetze der Führung

Der Kodex: Warum Management verzichtbar ist

Campus,

15 Minuten Lesezeit
6 Stunden gespart
10 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Führen Sie schon oder managen Sie noch?


Bewertung der Redaktion

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Wendelin Wiedeking, Thomas Middelhoff, Rick Wagoner – die Liste gescheiterter Alpha-Männchen unter den Topmanagern ist lang. Niels Pfläging wird in seinem Manifest gegen unzeitgemäße Führung nicht müde, deren Kardinalfehler zu geißeln: Selbstüberschätzung, Marktblindheit und die Tendenz, Unternehmen wie einen Zoo zu managen. Mit Mitarbeitern, die es sich in Komfortzonen gemütlich machen und sich nur dann regen, wenn man ihnen eine Karotte vor die Nase hält. Der Autor fordert nicht weniger als die freiwillige Abschaffung der Zoowärterkaste. Sie sollen ihre Mitarbeiter in die Freiheit (sprich: Verantwortung) entlassen, damit diese dort nach Futter suchen, wo es am meisten davon gibt: am Markt. Pfläging hat ein überaus positives Menschenbild, das ist löblich. Nur scheint er manchmal zu vergessen, dass nicht in jedem Menschen ein Tiger oder Adler steckt. Es gibt auch die Jungwölfe auf der Suche nach einem Leitwolf, oder die Arbeitsbienen, die sich nach geordneten Strukturen sehnen. getAbstract empfiehlt das Buch allen Unternehmern und Führungskräften, die nicht nur an Symptomen herumdoktern, sondern das ganze System revolutionieren möchten.

Zusammenfassung

Alpha- oder Beta-Unternehmen?

In seinem Managementklassiker The Human Side of Enterprise skizzierte Douglas McGregor 1960 zwei Menschenbilder: Der Mensch ist demnach entweder dumm, faul und egoistisch oder von Natur aus motiviert, lernbegierig und kreativ. Beide Auffassungen verlangen radikal unterschiedliche Arbeitsverhältnisse. Die erste nennen wir Alpha-Wirtschaft. Es ist die Ära des Managements, die gerade zu Ende geht. Die zweite ist die Beta-Wirtschaft, in der das Management abgeschafft ist.

Die Zahl der Beta-Unternehmen wächst unaufhörlich. Sie sind nah am Kunden und am Markt, weil sie alles ablegen, was die natürliche Entwicklung der Mitarbeiter hemmt: Planungswut und Privilegien, Abteilungen, Zielvereinbarungen, Kontrollen und Boni. Eine südamerikanische Verpackungsfirma etwa wagte diesen Schritt, weil nach dem alten System nichts mehr funktionierte: Es gab hohe Fehlerraten, massenhaft Überstunden und regelmäßiges Chaos, wenn Bestellungen kurzfristig geändert wurden. Dann wurde kurzerhand die Produktionsplanung abgeschafft. Kundenorders hingen von nun an in der Produktionshalle. Und plötzlich lief alles wie am Schnürchen.

Verantwortung in Zellen...

Über den Autor

Niels Pfläging ist Managementberater mit Schwerpunkt auf Beyond Budgeting. Zuvor war er als Controller in Argentinien und Brasilien tätig. Er ist Autor der Bücher Beyond Budgeting, Better Budgeting und Führen mit flexiblen Zielen. Für Letzteres erhielt er den getAbstract International Book Award 2006.


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    M. M. vor 5 Jahren
    Tönt alles schön und gut, ist aber so nicht umsetzbar. Budgets abschaffen und den Mitarbeitern die Macht über Finanzen der Unternehmen zu überlassen, kann so nicht funktionieren. Erstaunlich, dass ein Kontroller zu solchen Ansätzen kommt. Changemanagement abschaffen u. vergessen!? Wie soll das bitte gehen? Changemanagement ist überall und wird's immer geben, denn heute ist die Wirtschaft schnelllebend denn je zuvor. Changemanagement beschäftigt sich mit Veränderungen der Wirtschaft und deren zeitgemässen Optimierungen in den Unternehmen, damit letztere am Markt bestehen und überleben können. Changemanagement Berater werden in Zukunft immer wichtiger. Daher sehr gewagte Thesen des Autors. Kommentar geschrieben am 13.11.2017
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    J. S. vor 1 Jahrzehnt
    eine tolle und nützliche Zusammenfassung. Genau dieses Thema wird oft leider viel zu wenig diskutiert und vor allem auch gelebt. Aufwändige Studien werden gestartet und enden ohne Ergebnis. Online Unternehmen funktionieren teilweise genauso. Google ist ein ideales Beispiel wie man erfolgreich sein kann, wenn man Mitarbeiter als Kapital sieht und diese "Hättschelt und Tättschelt" aber nicht "verhättschelt". Ich bin gespannt ob wir uns in diese Zellen hin entwickeln und welchen Impact es haben wird. Auf jeden Fall ist dies ein hervorragender Ansatz.
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      vor 6 Jahren
      Dazu kann ich nur eins sagen: we'we got to "walk the talk".