Zusammenfassung von Die Chancen der Globalisierung

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Die Chancen der Globalisierung Buchzusammenfassung
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Bewertung

7

Qualitäten


Rezension

Einerseits ist Die Chancen der Globalisierung ein trauriges Buch: Seite um Seite schreibt Nobelpreisträger Joseph Stiglitz auf, was alles verkehrt läuft auf unserem Planeten und wie der Egoismus der Industriestaaten und die Habgier der Unternehmen den Rest der Welt tiefer und tiefer in die Armut treiben. Fast noch trauriger wird es, wenn Stiglitz anschließend mit Vorschlägen anhebt, was sich dagegen tun lässt: ein interessanter Ansatz nach dem nächsten, aber einer so schwer realisierbar wie der andere. Solche Ideen winken aus Utopia. Andererseits gewinnt das Buch gerade aus dieser Hilflosigkeit seine Stärke. Stiglitz plädiert dafür, dass der Einzelne nicht alle Verantwortung an den Staat und schon gar nicht an die Wirtschaft delegieren, sondern sich selbst in den Prozess einbringen soll. Auch wenn die Vorschläge des Ökonomie-Professors nur bedingt tauglich sind, die Botschaft trägt und kommt an: Ohne demokratisch legitimierte Politik, ohne staatliche Einflussnahme auf die globalisierte Wirtschaft geht es nicht. getAbstract empfiehlt Die Chancen der Globalisierung allen Menschen, die gelegentlich nachdenken über die Welt, in der wir leben.

Über den Autor

Joseph Stiglitz erhielt 2001 den Nobelpreis für Wirtschaft. Er lehrt heute an der Columbia University in New York. Zuvor war er Professor für Volkswirtschaft an den Universitäten in Yale, Princeton, Oxford und Stanford, bevor er Wirtschaftsberater von US-Präsident Bill Clinton wurde. Anschließend ging Stiglitz für drei Jahre als Chefvolkswirt zu Weltbank. Er ist auch Autor des Buches Die Schatten der Globalisierung.

 

Zusammenfassung

Was macht der Markt, was macht der Staat?

Globalisierung ist prinzipiell nichts Schlechtes: In ihr stecken Chancen auf Fortschritt und Gerechtigkeit, auf ein besseres und längeres Leben für viele Menschen überall auf der Welt. Wenn es gewisse Politiker in den Industrieländern nicht gäbe, könnte die Globalisierung diese Chancen sogar nutzen - auf jeden Fall besser als bisher. Doch die Industriestaaten sind gar nicht erpicht auf einen global funktionierenden freien und ungehinderten Handel und Austausch - auch wenn sie noch so sehr für "Liberalisierung" plädieren. In Wahrheit haben sie Angst davor, weil es ihre etablierte Position gefährden könnte. Deshalb geben sie die Regeln vor, unter denen global Wirtschaft betrieben werden darf - zu ihren Gunsten, auf Kosten der übrigen Welt. Um nur ein winziges Detail zu nennen (mit allerdings weitreichenden Konsequenzen): Der Internationale Währungsfonds IWF wird immer von einem Europäer geleitet, der immer von einem US-Amerikaner vertreten wird; der Chef der Weltbank wird vom US-Präsidenten ernannt. Es sind IWF und Weltbank, die den Entwicklungsländern vorschreiben, wie sie sich zu verhalten haben, wenn sie an Geld kommen wollen. Es...


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