Zusammenfassung von Die geheime Macht der Ratingagenturen

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Die geheime Macht der Ratingagenturen Buchzusammenfassung
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Bewertung

7

Qualitäten

  • Analytisch
  • Hintergrund

Rezension

Wer würde dem Urteil eines professionellen Marktschreiers vertrauen? Genau dies passiert, wenn Ratingagenturen nicht von den Käufern von Wertpapieren, sondern von den Emittenten bezahlt werden. Der Finanzpublizist Ulrich Horstmann schildert sehr informiert die Verflechtungen zwischen den Kapitalmärkten, dem Staat, den Unternehmen und den Ratingagenturen. Er zeigt auf, welche Interessenkonflikte dem System inhärent sind und wie diese zur Finanzkrise beigetragen haben. Die vielen Wiederholungen in seiner Analyse hätte er sich sparen können, und die fehlenden Übergänge und erratischen Themenwechsel erschweren den Lesefluss. Horstmanns Empfehlungen zur Reform der Ratingdienstleistung sind allerdings wohltuend konkret, und er scheut sich auch nicht, etwaige Umsetzungshindernisse der einzelnen Vorschläge darzustellen. getAbstract empfiehlt das faktenreiche und engagierte Buch allen Investoren, Analysten und Politikern.

Über den Autor

Ulrich Horstmann studierte in Bochum und Trier Betriebswirtschaft mit finanzwissenschaftlichem Schwerpunkt. Seine Promotion erfolgte an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seit 1989 ist er im Bereich Research tätig und gilt mit seiner über 20-jährigen Erfahrung als Spezialist bei der Unternehmensanalyse und -bewertung. Er ist Autor mehrerer Wirtschaftsbücher, darunter Die Währungsreform kommt!

 

Zusammenfassung

Ratingakteure sind vernetzt

Unternehmen, Finanzprodukte und Staaten – mit dem nötigen Kapital können sie alle eine Bewertung bei einer der drei großen Ratingagenturen Standard & Poor’s (S&P), Moody’s oder Fitch bestellen. Dieses Rating sollte potenziellen Investoren bei der Einschätzung der Bonität helfen. Sollte – mit der Zuverlässigkeit der Bewertungsverfahren und der Objektivität der Ratingagenturen ist es aber nicht weit her: Der klassische Ratinganalyst kommt direkt von der Uni und bearbeitet nach Schema F und unter Zeitdruck das vorgegebene Modell – sei es angemessen oder nicht. Sein Ziel: die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls des Emittenten, also zum Beispiel eines Unternehmens, zu berechnen. Ist der Emittent einer Anleihe ein Staat, bezieht der Analyst in das Modell mit ein, wie groß das Vermögen des Staates ist, den Verpflichtungen nachzukommen, und auch, wie groß der Wille der Politiker ist, dies zu tun.

Im Boom vor der Finanzkrise fiel plötzlich auch ein bisschen Licht auf den Ratinganalysten – sonst eher als Buchhalter der Wall Street verspottet: Nun durfte er als Handlanger der coolen Investmentbanker komplexe Finanzprodukte bewerten ...


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