Zusammenfassung von Die Ich-Illusion

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Die Ich-Illusion Buchzusammenfassung
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Bewertung

9 Gesamtbewertung

8 Wichtigkeit

9 Innovationsgrad

9 Stil


Rezension

Das menschliche Gehirn ist zwar nach wie vor eine riesige Blackbox, die erst noch richtig erforscht werden muss. Dennoch sind die bisherigen Ergebnisse seiner Erforschung, die der Neurowissenschaftler Michael Gazzaniga in diesem Buch präsentiert, bereits bahnbrechend, denn sie bringen das herrschende Menschenbild ins Wanken. Spannend und auch für wissenschaftliche Laien leicht nachvollziehbar zerstört Gazzaniga die Vorstellung, der Mensch sei Herr seiner selbst. Gleichzeitig räumt er aber auch mit der Vorstellung von einem Gehirn auf, in dem alle Handlungen und Verhaltensweisen vorherbestimmt sind. Es gelingt ihm, alle Erkenntnisse Mut machend zu vermitteln: Trotz genetischer Veranlagung und naturgesetzlicher Abhängigkeit haben Menschen die Möglichkeit, sich jederzeit zu verändern – wenn sie die Macht des Unbewussten akzeptieren und sich auf ihre soziale Bestimmung einlassen. Verantwortung heißt für Gazzaniga deshalb vor allem, Illusionen über das menschliche Selbstverständnis aufzugeben und gesellschaftliche Regeln zu vereinbaren, die der tatsächlichen Arbeitsweise des Gehirns entsprechen. getAbstract empfiehlt dieses Buch allen, die die komplexen Abläufe des menschlichen Gehirns – und damit auch die alltäglichen zwischenmenschlichen Beziehungen – besser verstehen wollen.

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • wie das menschliche Gehirn arbeitet und Bewusstsein hervorbringt,
  • weshalb das Ich-Gefühl eine Illusion ist
  • und warum die Menschen als soziale Wesen dennoch für ihre Handlungen verantwortlich sind.
 

Über den Autor

Michael Gazzaniga ist Hirnforscher und war Professor für kognitive Neurowissenschaft am Dartmouth College. Heute lehrt er in Santa Barbara, wo er auch ein Zentrum für Neurowissenschaften leitet.

 

Zusammenfassung

Das universelle Prinzip der Wechselwirkung

In einer Sache sind sich die heutigen Neurowissenschaftler einig: Das Gehirn bringt den menschlichen Geist hervor, und es arbeitet dabei konsequent auf der Basis der Naturgesetze. Doch wenn es an die Schlussfolgerungen aus dieser Erkenntnis geht, driften die Meinungen der Forscher weit auseinander. Viele Wissenschaftler sind der Ansicht, der Mensch könne aufgrund der Dominanz der Naturgesetze keinen freien Willen haben. Einige leiten daraus sogar ab, dass Menschen für ihre Handlungen nicht verantwortlich gemacht werden können und Bestrafung nach dem Gesetz damit falsch sei.

Doch diesen deterministischen Fundamentalismus gilt es infrage zu stellen, vor allem wenn man die Erkenntnisse der Quantenphysik einbezieht. Diese hat bereits im vergangenen Jahrhundert gezeigt, dass auf atomarer und molekularer Ebene keine eindeutigen kausalen Beziehungen existieren. Zudem muss dem Prinzip der Wechselwirkung in allen Bereichen des Lebens eine grundlegende Bedeutung zugewiesen werden: Vermutlich ist es nicht nur so, dass das Gehirn den Geist hervorbringt, sondern dieser wirkt wiederum auf die Arbeit des Gehirns zurück und prägt...


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