Zusammenfassung von Die Klimafalle

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Die Klimafalle Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Innovativ
  • Augenöffner

Rezension

Alle Jahre wieder warnen die Vereinten Nationen in ihrem Klimareport vor der drohenden Katastrophe. Politiker werfen sich dann auf den Uno-Klimagipfeln in Retterpose und vertagen mögliche Maßnahmen aufs nächste Jahr. In Internetforen werden diese wiederkehrenden Rituale mit müden Witzen kommentiert, nach dem Motto: „Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter – oder es bleibt wie es ist.“ Vom Weltuntergangsszenario über Climategate bis hin zur Gleichgültigkeit der Öffentlichkeit: Die Autoren beleuchten das Auf und Ab der Diskussion jeweils aus der Sicht des Meteorologen (von Storch) und des Ethnologen (Krauß). Sie nennen Panikmacher, Vertuscher und Leugner beim Namen, plädieren für mehr Basisdemokratie und weniger Klimadiktatur und lassen jede Menge heiße Luft aus der Debatte. Leider kommen ihre Gegenvorschläge zum Umgang mit der Herausforderung eher schlaff daher: Es wird kaum ausreichen, globale Aktionspläne zur Emissionsverminderung durch lokale Initiativen wie Bürgerwindparks zu ersetzen, findet getAbstract – empfiehlt das Buch aber allen, die offen sind für pragmatische Ansätze im Kampf gegen die Erderwärmung.

Über die Autoren

Hans von Storch ist Professor für Meteorologie an der Universität Hamburg und leitet das Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht. Der Ethnologe Werner Krauß forscht und lehrt über den Klimawandel und andere Umweltthemen. Zusammen betreiben sie den Blog Die Klimazwiebel.

 

Zusammenfassung

Diskussionen am Lagerfeuer

Der Kölner Dom unter Wasser! Dieses Bild prangte 1986 auf der Titelseite einer Spiegel-Ausgabe und war der Auftakt zu einer sich aufheizenden Debatte. Die Erkenntnisse über den menschengemachten Klimawandel füllten ein Vakuum: Der Kalte Krieg war zu Ende, die atomare Bedrohung schien vom Tisch. In den umweltbewegten 80ern war die These vom Menschen als größtem Feind des Planeten salonfähig geworden, und die Klimaforscher wurden als Autoritäten und Stichwortgeber begrüßt. Schnell fanden sie sich in der Rolle der apokalyptischen Propheten wieder. Viele verloren die Kontrolle über die kulturell aufgeladenen Erzählungen, denen sie mit ihren Modellen Futter lieferten. Einige rutschen aus Versehen in den von den Medien geschürten „Katastrophismus“ hinein, andere fachten diesen sogar bewusst an. Heute sind die Fronten zwischen Skeptikern und Warnern verhärtet, die Debatte scheint festgefahren. Als hätte die Moderne nicht stattgefunden, sitzen die Menschen an unterschiedlichen Lagerfeuern, argumentieren aus dem Bauch heraus und fürchten, dass ihnen irgendwann der Himmel auf den Kopf fällt. Das mediale Dilemma der Klimaforschung besteht darin, ...


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