Zusammenfassung von Die Ökonomie von Gut und Böse

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Die Ökonomie von Gut und Böse Buchzusammenfassung
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Rezension

Tomáš Sedláček kritisiert in seinem internationalen Bestseller die Wissenschaft im Allgemeinen und die Ökonomie im Besonderen. Entgegen ihrem Selbstverständnis sind sie keineswegs wertneutral und objektiv. Vielmehr – das zeigt der Autor – sind sie ein Produkt von Kultur, Religion und Mythos – und sie beinhalten selbst zweifelhafte Mythen. Gerade die ökonomische Wissenschaft ist nach Sedláček normativ: Sie entwirft ein Modell der Welt, wie sie sein sollte. So stellt sie ein moralisches Gerüst auf, wird zum Religionsersatz und suggeriert, was gut und böse ist. In der ersten Hälfte seines umfangreichen Werks untersucht Sedláček, welche Rolle Arbeit und Ökonomie in jenen alten Kulturen, Religionen und Mythen spielen, die uns bis heute beeinflussen. Im zweiten Teil analysiert er, welche irrationalen Vorannahmen in der modernen Ökonomie ihr Unwesen treiben. Damit verbunden kritisiert er auch die Mathematisierung der Ökonomie: Dadurch würden Objektivität und die Berechenbarkeit von lebendigen und dynamischen Prozessen vorgegaukelt. getAbstract empfiehlt dieses spannend zu lesende Werk allen Menschen, die wissen möchten, wie Ökonomie mit Kultur und Religion vernetzt ist.

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • welche Konzepte der Ökonomie aus Mythos, Religion und Philosophie stammen und
  • von welchen irrationalen Annahmen die moderne Ökonomie durchdrungen ist.
 

Über den Autor

Tomáš Sedláček lehrt er an der Prager Karls-Universität und ist Mitglied des Nationalen Wirtschaftsrats in Prag. Außerdem ist er Chefökonom bei der größten tschechischen Bank. Er war Berater von Václav Havel während dessen Amtszeit als Präsident.

 

Zusammenfassung

Ökonomische Vorstellungen in Mythen und Religionen

In alten Mythologien und Religionen finden sich viele Begriffe und Vorstellungen, die auf die Wissenschaft der Ökonomie vorausweisen. Gemäß dem babylonischen Gilgamesch-Epos etwa haben die Halbgötter den Menschen zum reinen Produktionsfaktor und Arbeitssklaven degradiert. Sie steigerten seine Arbeitseffizienz und seine Produktivität, indem sie ihn von Ablenkungen und unproduktiven Tätigkeiten – einschließlich der Pflege von Freundschaften – abhielten.

Die Hebräer und Juden haben im Gegensatz zum zyklischen Zeitverständnis, das im Gilgamesch-Epos noch vorherrscht, ein lineares Zeitverständnis entwickelt. Erst auf dessen Grundlage war Fortschritt möglich, denn es erlaubte den Menschen, sich Ziele zu setzen und Visionen zu entwickeln. Die Religion war diesseitsorientiert und schloss Erfolg und Freude nicht aus.

Die christliche Religion dagegen verschiebt die Belohnung für gute Taten in den Himmel, ins Jenseits. Gleichzeitig vertritt sie das Konzept, dass der Einzelne, unabhängig davon, ob er gut oder böse ist, von der Gnade und Erlösung Gottes abhängt. Das Prinzip der Erlösung stammt ebenfalls aus ...


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    Dr.Reiner Deussen vor 7 Jahren
    wer sich mit philosphischen Themen beschäftigt, wird seine Freude an diesem Buch haben