Navigation ĂŒberspringen
Die Peperoni-Strategie
Buch

Die Peperoni-Strategie

So setzen Sie Ihre natĂŒrliche Aggression konstruktiv ein

Campus, 2005 Mehr

Buch kaufen

Lesen, hören oder diskutieren

 Diskutieren

Bewertung der Redaktion

10

QualitÀten

  • Innovativ
  • Umsetzbar

Rezension

Manager sollen, so liest man immer wieder, „authentisch“ sein. Das ist Quatsch, hĂ€lt Jens Weidner dagegen. Wer wirklich Erfolg haben will, muss ein ausgefuchster Stratege sein. Bei den Chefs einen guten Eindruck hinterlassen, Netzwerke aufbauen und Konkurrenten ausbremsen: So spielt man im Intrigantenstadl Firma eine Hauptrolle. Weidners Peperoni-Strategie hat den Anspruch, DurchsetzungsfĂ€higkeit zu vermitteln. Wer die gewieften Tipps beherzigt, wird seiner Karriere sicher den nötigen Pep geben. Der Professor, der ĂŒbrigens gleichzeitig Erziehungswissenschaften und Kriminologie lehrt, nennt das Mittel zum Zweck „positive Aggression“. Das klingt nicht schlecht. Allerdings lehrt die Figur, die als erfolgreicher Macher vorgestellt wird, eher das Grausen: Sie erinnert manchmal mehr an den Homunculus, den seelenlosen Menschen, als an einen sympathischen Charaktertyp mit Ausstrahlung und Biss. Das merkt auch Weidner und rĂ€t: Bitte im Privatleben nicht so verhalten! getAbstract empfiehlt das Buch wĂ€rmstens allen karrierewilligen Menschen. Danach wissen Sie, worauf Sie sich einlassen.

Zusammenfassung

Voll auf Aggression

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. Klingt toll, bis auf das „sei“. Dezent weist das Wörtchen darauf hin, dass der Alltag anders aussieht, voller kleiner KĂ€mpfe und Rangeleien. Hier gilt es zu bestehen, denn anders lassen sich die eigenen Interessen nicht durchsetzen. Nur wer sich wehrt, entgeht der Opferrolle. Aggressionen lassen sich nicht einfach ausschalten oder abschaffen. Jeder von uns muss mit den eigenen Aggressionen umgehen - je bewusster, desto besser.

Aggressionen gehören, wie es die Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich formulierte, „zur Grundausstattung des Menschen“. Dieser kann auf Situationen, die er als gefĂ€hrlich einschĂ€tzt, auf zwei Arten reagieren: entweder weglaufen (Flucht) oder sich der Gefahr stellen (Aggression). Von Mensch zu Mensch völlig unterschiedlich ist, was als „gefĂ€hrlich“ empfunden und welche Situation konfrontativ angegangen wird.

Es gibt Menschen, die mit Gewalt ihr Selbstbewusstsein aufpolieren - das gibt ihnen ein GefĂŒhl von StĂ€rke und Macht und fĂŒhrt zu noch mehr Gewalt. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, ist es notwendig, dass diese Menschen sich das Leid des Opfers vorstellen - wer sich sch...

Über den Autor

Jens Weidner lehrt als Professor fĂŒr Erziehungswissenschaften und Kriminologie an der Hochschule fĂŒr Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Er hat ein Anti-AggressivitĂ€ts-Training entwickelt, mit dem in mehr als 100 Projekten GewalttĂ€ter behandelt worden sind. Dieses Training hat er quasi auf den Kopf gestellt und bietet es so auch FĂŒhrungskrĂ€ften an, die ihre DurchsetzungsfĂ€higkeit stĂ€rken wollen.


Kommentar abgeben