Zusammenfassung von Die Schweiz und der Andere

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Die Schweiz und der Andere Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Visionär

Rezension

Europa und die Welt erleben derzeit eine Renaissance des Nationalismus. Brexit, US-Präsident Trump, Europas Flüchtlingskrise – nationalistische Tendenzen nehmen zu und Populisten sind auf dem Vormarsch. Europa den Europäern, die Schweiz den Schweizern? Wohin führt diese Entwicklung? Nach Einschätzung von Johan Rochel führt sie zu einer Abkehr von liberalen Werten, die demokratische Staaten überall auf der Welt geprägt haben und auf die ihre Bürger zu Recht stolz sein dürfen. Rochel stemmt sich gegen den grassierenden Rassismus und verteidigt dezidiert Freiheit und Gleichheit als Grundrechte jedes Menschen. Er plädiert für Offenheit, Respekt und politische Teilhabe von Ausländern. Mobilität und die damit verbundene Zuwanderung sind für ihn ein Ausdruck von Freiheit und dürfen darum nicht unterbunden werden. Rochel wartet mit teils visionären Lösungsvorschlägen auf, die einer praktischen Prüfung allerdings erst noch standhalten müssen. getAbstract empfiehlt das Buch als Denkanstoß allen politisch Interessierten, die sich über das künftige Miteinander von Schweizern und Ausländern Gedanken machen.

Über den Autor

Johan Rochel hat politische Philosophie und Rechtswissenschaften studiert. Er lehrt an der Universität St. Gallen und ist assoziiertes Mitglied am Ethikzentrum der Universität Zürich.

 

Zusammenfassung

Die Schweiz und ihre Beziehung zum Anderen

In einer liberalen Gemeinschaft kann jeder Einzelne seine Lebensweise frei bestimmen. Unterschiedliche Werte und Anschauungen führen aber oft dazu, dass wir unseren Nachbarn schräge Blicke zuwerfen oder ihr Verhalten als eigenartig bezeichnen. Auch wenn wir uns daran stören mögen: Vielfalt ist das Resultat einer liberalen und offenen Gesellschaft.

Der Liberalismus genießt in der Schweiz eine lange Tradition. Politiker von links und rechts schmücken sich gern mit dem Attribut „liberal“. Dennoch gerät liberales Gedankengut zunehmend unter Druck – gerade wenn es um den Anderen geht, der für die meisten Schweizer die „Gesamtheit der Nichtbürger“ repräsentiert. In der Folge nehmen Abschottungstendenzen zu und es scheint, als ob eine unsichtbare Linie das Land entzweit: die Schweizer hier und die Nichtschweizer dort. Ein Konzept, das sich nur auf die Staatsbürgerschaft stützt und höchst fragwürdig erscheint. Der Andere ist nicht immer ein Fremder – er kann auch unser Nachbar oder Arbeitskollege sein. Gleichzeitig sind die Schweizer selbst schon längst keine homogene Gemeinschaft mehr. Ihre Lebensumstände sind mobiler und dynamischer...


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