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Die Wasserstoffwende
Buch

Die Wasserstoffwende

Eine neue Form der Energieversorgung

dtv, 2005 Mehr

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Bewertung der Redaktion

7

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

"Schade, dass ich Henning Boetius nicht in Chemie und Physik hatte", werden viele beim Lesen dieses Buches denken. Sowohl Grundkenntnisse als auch komplizierte Zusammenhänge beider Wissenschaften erklärt er lebendig und nachvollziehbar, zuweilen auch philosophisch. Daneben gibt er einen guten Überblick darüber, wie es momentan um unsere Erdöl- und Gasreserven steht, sowie über die derzeitigen Möglichkeiten, Wasserstoff zu gewinnen. Seine Vision einer neuen globalen Energieversorgung mit Wasserstoff ist spannend und zukunftsweisend. Die alles entscheidende Frage aber, woher all der dafür notwendige Wasserstoff kommen soll, muss Boetius letztlich ebenso nebulös beantworten wie viele andere Experten zuvor. Aber solange die existenzielle Frage der Energiegewinnung jenseits fossiler Brennstoffe nicht geklärt ist, müssen wir alle uns die letzten Einheiten Erdöl und Gas teilen, und deshalb sollten wir alle so gut wie möglich informiert sein über die unvermeidliche Energiewende. getAbstract.com empfiehlt das Buch darum unbedingt allen Lesern, die sich für die Zukunft unserer Energieversorgung interessieren.

Zusammenfassung

Öl, Kohle und Gas sind bald aufgebraucht

Auf welche Art und Weise wir Energie gewinnen, ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Kultur. Energie ist ein Zivilisationsindikator: Je höher eine Gesellschaft entwickelt ist, desto mehr Energie braucht sie. Unser Problem ist: In 10-20 Jahren gehen uns Öl, Kohle und Gas aus, prophezeien kritische Experten. Industrievertreter rechnen mit 50-100 Jahren. Dem Erdöl geben selbst sie lediglich 40 Jahre. Doch lange bevor es so weit ist, wird die Förderung des schwarzen Goldes sehr teuer und umweltschädlich sein. Der zwangsläufig hohe Ölpreis wird der Wirtschaft schaden. Eine ausreichende Energieversorgung für alle Menschen wird unmöglich. Wie schnell die Bodenschätze abgebaut und verfeuert sind, hängt u. a. davon ab, wie schnell sich der Lebensstandard der Menschen in den Schwellenländern Indien und China an den westlicher Industriestaaten angleicht. Würden die 1,2 Milliarden Chinesen so leben wie wir, würde unser Klima unausweichlich kippen, allen Bemühungen, weniger Schadstoffe in die Luft zu blasen, zum Trotz.

Stellt sich die Frage: Wie wollen wir künftig unsere Häuser heizen und beleuchten, Autos und Maschinen ...

Über den Autor

Henning Boetius ist promovierter Physiker und Germanist. Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin und hat bereits mehrere Romane, Biographien und Sachbücher veröffentlicht.


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