Zusammenfassung von Die Zauberflöte

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Die Zauberflöte Buchzusammenfassung
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Rezension

Weltweisheit im Märchenformat

Mozarts bekannteste und beliebteste Oper, Die Zauberflöte, entstand 1791, im Todesjahr des Komponisten. Vor einem exotisch anmutenden, an Ägypten erinnernden Hintergrund und mit allerlei märchenhaftem Beiwerk spitzt sich die Handlung schnell auf die Prüfungen zu, die der edle Prinz Tamino auf Geheiß des weisen Priesters Sarastro durchmachen muss, um die Hand der Prinzessin Pamina zu gewinnen. Pamina ist die Tochter der Königin der Nacht und diese wiederum Sarastros böse Gegenspielerin. Neben den beiden Königskindern gibt es ein zweites Paar, die „Vogelmenschen“ Papageno und Papagena, die für die komischen Szenen zuständig sind. Die Prüfungen, die den Helden von Sarastro auferlegt werden, spiegeln Einweihungsriten der Freimaurer wider – Mozart selbst war Mitglied einer Loge. Die Zauberflöte kann man daher als sehr persönliche Oper des Komponisten betrachten. Neben vielen anderen Werken Mozarts hat sie nicht wenig dazu beigetragen, dass er bis heute als Jahrtausendgenie gilt.

Über den Autor

Wolfgang Amadeus Mozart, der aus einer Musikerfamilie stammt, wird am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren. Schon als Kind zeigt sich seine überragende musikalische Begabung. Der Vater Leopold, als Musiker im Dienst des Fürsterzbischofs von Salzburg, lässt Wolfgang nicht nur eine sorgfältige musikalische, sondern auch eine breite allgemeine Ausbildung angedeihen: Latein, Französisch, Italienisch und Englisch stehen auf dem Stundenplan. Schon als Wolfgang sechs Jahre alt ist, unternimmt der Vater mit ihm Konzertreisen. Das „Wunderkind“ wird schnell eine europäische Berühmtheit, sein Ruf eilt ihm bis nach Paris und London voraus. 1772–1777 ist Mozart Konzertmeister in Salzburg. Dann gibt er die Stelle auf und fährt mit seiner Mutter nach Paris, wo diese stirbt. Nach einer weiteren Anstellung in Salzburg kommt es 1781 zum endgültigen Bruch mit dem dortigen Hof, Mozart übersiedelt nach Wien. Hier ist er sehr erfolgreich als freischaffender Komponist, beginnend mit der Oper Die Entführung aus dem Serail (1782) und mit vielen Konzertwerken. Musikaufführungen im privaten Rahmen sind Bestandteil der Adelskultur, aus diesen Kreisen kommen Mozarts Auftraggeber und Musikschüler. 1784 wird der Komponist Freimaurer. In Wien entstehen die bekanntesten seiner 24 Opern: Don Giovanni, Figaros Hochzeit und Così fan tutte. Ab etwa 1786 beginnt die Gunst des Wiener Publikums zu schwinden, und Mozart hat mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. In seinem letzten Lebensjahr schreibt er u. a. Die Zauberflöte und das bekannte Requiem (1791). Im Alter von nur 35 Jahren stirbt er am 5. Dezember 1791 in Wien. Als Todesursache wird „hitziges Frieselfieber“ eingetragen; eindeutig geklärt sind die Umstände von Mozarts Tod bis heute nicht – vielleicht war es eine nie ganz ausgeheilte Streptokokkeninfektion, vielleicht Syphilis, vielleicht wurde er auch, wie er selbst glaubte, vergiftet. Mozarts kolossaler Nachruhm jedenfalls setzt schon bald nach seinem Tod ein.Emanuel Schikaneder wird am 9. September 1751 in Straubing geboren. Er ist Schauspieler, Sänger, Theaterleiter und Bühnendichter. 1789 übernimmt er das Theater im Freihaus auf der Wieden in Wien, wo die Uraufführung der Zauberflöte stattfindet; den Papageno spielt Schikaneder selbst. Die Familien Schikaneder und Mozart sind seit Langem befreundet. Wie Mozart tritt auch Schikaneder einer Freimaurerloge bei. Er stirbt am 21. September 1812 in Wien.

 

Zusammenfassung

1. Akt: Tamino erwacht zu neuem Leben

Die Ouvertüre setzt in majestätischem Adagio mit vollem Orchester und mit dreifachen Fanfarenstößen ein. Dann geht sie ins heitere Allegro über. Kaum ist die Ouvertüre beendet, stolpert der Prinz Tamino (Tenor) auf der Bühne durch eine felsige Gegend, offenbar in höchster Not. Nach einem Hilfeschrei bricht er ohnmächtig zusammen. Drei Damen (Sopran) eilen herbei und töten die Schlange, die Tamino verfolgt. Sie bewundern den schönen Jüngling und beschließen, ihre Herrscherin über den Vorfall zu benachrichtigen. In einem staccatohaften Wechselgesang, teils solo, teils im Terzett, können sie sich allerdings nicht einigen, welche von ihnen unterdessen bei dem Jüngling bleiben soll. Letztlich machen sie sich gemeinsam auf den Weg und lassen ihn allein zurück.

Kaum ist Tamino erwacht, erscheint ein bäuerlicher junger Bursche mit einem hohen Vogelkäfig auf dem Rücken, der auf einer Panflöte spielt und sich gut gelaunt als Vogelfänger Papageno (Bariton) vorstellt: „Der Vogelfänger bin ich ja, stets lustig, heißa hopsasa!“ In seiner heiteren, volksliedhaften Arie verschweigt er nicht, dass...


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