Zusammenfassung von Effektiver Altruismus

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Effektiver Altruismus Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Der Moralphilosoph Peter Singer führt mit dem effektiven Altruismus sein altes Thema Utilitarismus weiter fort. Den Grundgedanken des Utilitarismus, moralische und gesellschaftspolitische Entscheidungen durch Aufrechnung von Glück und Leid auf ein Kalkül zu bringen, verknüpft Singer in seinem originellen Modell mit der Konstruktion von Lebenssinn durch freigiebiges Spenden. So hält Singer es unter bestimmten Umständen für moralisch vertretbar, den Beruf des Investmentbankers zu ergreifen, um möglichst viel Geld zur Verringerung von Leiden zur Verfügung zu haben. Wer Wohltätigkeit bisher als eine Sache von Herzblut und Empathie aufgefasst und im Kapitalismus die Ursache der globalen Ungerechtigkeit gesehen hat, dem dürfte dieses Argument ziemliche Magenschmerzen bereiten. Doch wer erst einmal mit Singer akzeptiert, dass auch eine kühl kalkulierte Spende ganz konkretes Leid verhindern kann, muss auch seine Folgerungen ernst nehmen. Sein effektiver Altruismus ist ein noch junges Konzept; ob daraus wirklich eine derart kraftvolle Bewegung entsteht, wie viele erwarten, bleibt abzuwarten. In jedem Fall bergen seine Thesen das Potenzial für eine aufgeklärte, zeitgemäße Moral. getAbstract empfiehlt das Buch allen, denen es nicht genug ist, von Weltverbesserung immer nur zu reden.

Über den Autor

Peter Singer ist Philosoph und lehrt in Princeton und Melbourne. Er ist einer der Vordenker der internationalen Tierrechtsbewegung.

 

Zusammenfassung

Philosophie der Weltverbesserung

Grundgedanke des effektiven Altruismus ist das Gebot, im Leben so viel Gutes zu tun wie möglich. Wer sich um materielle Dinge nicht oder kaum sorgen muss, sollte das, was er nicht für sich selbst braucht, für die Verbesserung der Welt spenden: vor allem Geld, verdient in möglichst gut bezahlten Jobs – aber auch Blut, Knochenmark oder Organe, mit denen Kranke geheilt werden können. Indem effektive Altruisten für andere ihr Bestmögliches geben, verleihen sie auch ihrem eigenen Leben einen tieferen Sinn.

Der Begriff „effektiver Altruismus“ geht zurück auf eine Abstimmung, die die Meta-Wohltätigkeitsorganisationen Giving What We Can und 80 000 Hours im Jahr 2011 initiierten. Mit verschiedenen Aufsätzen hatte Autor Peter Singer schon einiges an theoretischer Vorarbeit zum Konzept hinter dem Begriff geleistet: In Famine, Affluence, and Morality aus dem Jahr 1972 rief er angesichts von Hunger- und Naturkatastrophen seine Leser dazu auf, einen erheblichen Teil ihres Einkommens zwecks Linderung des Leides zu spenden. In Leben retten: Wie sich Armut abschaffen lässt – und warum wir es nicht tun, einem ...


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