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Bewertung

8

Qualitäten

  • Umsetzbar

Rezension

Bewerber verhalten sich in einem Vorstellungsgespräch nur selten spontan und natürlich. Sie sind meistens gut vorbereitet und gehen taktisch vor. Darum ist es alles andere als eine triviale Angelegenheit, den geeigneten Kandidaten zu erkennen. Eberhardt Hofmann, selbst langjährig erfahrener Personaler, zeigt, wie man Bewerbern die richtigen Fragen stellt und ihre Schwächen durch gezieltes Nachhaken entdeckt. Dabei liefert das Buch keine Patentrezepte für Standardsituationen. Das differenzierte Konzept und die vorgestellten Techniken ermöglichen es dem Leser vielmehr, individuelle Gesprächspläne zu entwickeln. Das Buch ist übersichtlich gegliedert und enthält viele Beispiele und Grafiken, wodurch es sehr anschaulich und praxistauglich daherkommt. Allerdings wird der Eindruck vermittelt, der Bewerber sei, nur weil er sich auf ein Bewerbungsgespräch gut vorbereitet, ein Feind, dessen Täuschungsmanöver enttarnt werden müssen. Fraglich, ob das eine gute Basis für eine künftige Zusammenarbeit ist. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die Personalentscheidungen treffen müssen.

Über den Autor

Eberhardt Hofmann ist als Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologe seit vielen Jahren mit Personalentscheidungen befasst. Derzeit ist er für die Personalauswahl und -entwicklung in einem Großunternehmen verantwortlich. Daneben hat er Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen.

 

Zusammenfassung

Die Tücken des Bewerbungsgesprächs

Das Interview mit Bewerbern ist eines der klassischen Instrumente der Personalauswahl. Gespräche führen kann eigentlich jeder, sollte man meinen. Es ist wenig aufwändig, und man bekommt leicht einen persönlichen Eindruck. Doch was auf den ersten Blick einfach und unkompliziert zu sein scheint, ist in Wirklichkeit sehr anspruchsvoll. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass das Bewerbungsgespräch ein relativ unzuverlässiges Instrument zur Beurteilung von Kandidaten ist. Die Gefahr ist groß, sich bei der Besetzung einer offenen Stelle zu täuschen. Eine solche Fehlbesetzung ist für jedes Unternehmen ein teures Vergnügen und kann den Personaler im schlimmsten Fall sogar den Job kosten.

Heutzutage sind die meisten Bewerber durch Bewerbungstrainings und Ratgeberliteratur bestens auf das Gespräch vorbereitet. Sie präsentieren sich von ihrer Schokoladenseite oder wenden sogar regelrechte Täuschungsmanöver an. Mit dem normalen, im Alltag angemessenen Gesprächsverhalten kommt man als Personalverantwortlicher deshalb nicht weiter. Ohne eine professionelle Fragetechnik finden Sie kaum heraus, was die Stärken und Schwächen des Bewerbers sind...


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