Zusammenfassung von Europa am Abgrund

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Europa am Abgrund Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Währungskrise und Staatsschuldenkrise, stagnierende Wirtschaft und hohe Arbeitslosigkeit, Flüchtlingszustrom und russische Aggression – die Europäische Union befindet sich in einer multiplen Krise. Brendan Simms und Benjamin Zeeb illustrieren knapp und verständlich, wie all diese Probleme zusammenhängen und wie sie das geeinte Europa in seiner aktuellen Konstruktion an den Abgrund drängen. Ihre Problembeschreibungen sind logisch, ihr Lösungsvorschlag radikal: Mittels Volksabstimmung, so die beiden Historiker, sollten die Euroländer vorpreschen und Vereinigte Staaten nach amerikanischem, aber auch britischem Vorbild gründen. Die Autoren legen dar, warum dieser Traum eine pragmatische Lösung wäre; in Ansätzen skizzieren sie den Weg dorthin. Darüber jedoch geht ihr Manifest nicht hinaus. getAbstract empfiehlt dieses Buch allen, die einen kompakten Überblick zu den Krisen der EU sowie Argumente für eine tiefer gehende europäische Einigung suchen.

Über die Autoren

Brendan Simms ist Historiker und lehrt an der Fakultät für Politik und Internationale Studien der Universität Cambridge. Benjamin Zeeb ist Mitgründer und Geschäftsführer des Thinktanks „Project for Democratic Union“, der die Errichtung einer politischen Union der Euroländer zum Ziel hat.

 

Zusammenfassung

Kontinentale Krisenschau

Europa kämpft derzeit mit zahlreichen miteinander verschränkten Problemen: Russlands Machtstreben, die Wirtschafts- und Finanzkrise, Deutschlands Dominanz in der EU, regionale Abspaltungsbewegungen, ein gewaltiger Flüchtlingszustrom sowie Europaskepsis allerorten. Besonders die Länder an der Peripherie leiden unter den Auswirkungen der Krise – und jedes dabei auf seine eigene Weise: Spanien und Irland haben individuelle Spekulationsblasen hinter sich, Griechenland hat einen untragbaren Schuldenberg angehäuft. Die Angst, dass die Zahlungsunfähigkeit eines der betroffenen Länder Bankenpleiten in Frankreich oder Italien auslösen würde, führte zu immer spektakuläreren Rettungsmaßnahmen – bis die Europäische Zentralbank de facto verkündete, Geld drucken zu wollen.

Mittlerweile wird zwar nicht mehr jeden Monat ein neuer Staatsbankrott vorhergesagt, doch Wachstum und Beschäftigung wollen nicht anziehen. Die Bürger sind unzufrieden. Bislang musste man sich fragen, ob die Kernländer die Nationen an der Peripherie retten wollen. Bald wird die Frage eher lauten, ob die Peripherie die Rettungsbedingungen des Kerns weiter akzeptieren wird.


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