Zusammenfassung von Europa spart sich kaputt

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Europa spart sich kaputt Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Kontrovers
  • Meinungsstark
  • Hintergrund

Rezension

Man kann natürlich Glaubenskriege darum führen, ob Analysen und Handlungsempfehlungen, die der Ökonom John Maynard Keynes in den 1930er-Jahren abgegeben hat, heute noch Relevanz haben. Aber bedeutet das automatisch, dass der neoliberale Marktfundamentalismus, der sich gegen den Keynesianismus durchgesetzt hat und heute die Wirtschafts- und Finanzpolitik ganzer Wirtschaftsräume bestimmt, recht hat? Joseph Stiglitz, einer der weltweit bekanntesten linken Ökonomen, würde vehement widersprechen. In diesem Buch zeigt er nicht nur, warum die Programme zur Bewältigung der Eurokrise scheiterten, sondern legt ein ebenso detailliertes wie umfangreiches Reformprogramm vor. Dessen Ziel: den Euro tatsächlich zu dem Friedensprojekt werden zu lassen, als das er gemeint war. Leider ist das Buch schlecht strukturiert und voller Redundanzen; ein roter Faden, dem auch nicht VWL-gebildete Leser folgen können, ist schwer zu finden. Deutlich wird aber, dass vermeintlich technokratische Akte, wie es geldpolitische Maßnahmen zu sein scheinen, am Ende politische Entscheidungen sind, die nicht selten mehr der Durchsetzung von Partikularinteressen dienen als dem Gemeinwohl. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die sich für Lösungsansätze der Eurokrise interessieren.

Über den Autor

Joseph Stiglitz war Professor in Yale, Oxford und Stanford, Berater der Clinton-Regierung und Chefvolkswirt der Weltbank. 2001 erhielt er den Nobelpreis für Wirtschaft. Heute ist er Professor an der Columbia University in New York und gilt als einer der weltweit einflussreichsten Wirtschaftswissenschaftler. Er schrieb eine Reihe von Bestsellern.

 

Zusammenfassung

Eine katastrophale Bilanz

Mit der Einführung des Euro verbanden sich große Hoffnungen. Die Gemeinschaftswährung sollte die wirtschaftliche Integration entscheidend verbessern und damit nicht nur Impulse für das Wirtschaftswachstum in Europa geben, sondern auch die politische Einigung des Kontinents fördern, ja sogar zur Sicherung des Friedens beitragen. 15 Jahre nach der Einführung des Euro fällt die Bilanz allerdings desaströs aus. Die Eurozone hat sich fast zehn Jahre nach der Finanzkrise, die die ganze Welt in eine Wirtschaftskrise stürzte, nicht einmal ansatzweise erholt. Vielmehr stecken die Volkswirtschaften in einer zähen Stagnation oder sogar in tiefen Rezessionen fest.

Das inflationsbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone lag im Jahr 2015 nur 0,6 Prozent über dem von 2007. Selbst dem Musterschüler Deutschland geht es schlecht: Die deutsche Wirtschaft konnte zwischen 2007 und 2015 ein reales Wachstum von insgesamt nur 6,8 Prozent aufweisen, das entspricht einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich 0,8 Prozent. Die japanische Volkswirtschaft wies in den Jahren von 2001 bis 2010 vergleichbare Wachstumsraten...


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