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Führen mit dem Omega-Prinzip

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Führen mit dem Omega-Prinzip

Neuroleadership und Führungspraxis erfolgreich vereint

Haufe,

15 Minuten Lesezeit
10 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Gehirngerecht führen in allen Phasen des Mitarbeiterlebenszyklus.


Bewertung der Redaktion

7

Qualitäten

  • Umsetzbar

Rezension

Arne Prieß will sein Buch als begleitende Lektüre fürs ganze Berufsleben verstanden wissen. Dazu hat es tatsächlich Potenzial. Hat man sich erst einmal durch die spröden ersten 50 Seiten voller Definitionen und Begriffsklärungen durchgebissen, eröffnet sich ein Standardwerk mit sauber beschriebenen Leitlinien für jede Führungssituation. Sebastian Spörer hat gut verständliche Erklärungen aus dem Bereich der Neurologie beigesteuert, also darüber, was sich wann in unserem Gehirn abspielt. Die daraus abgeleiteten Tipps haben es in sich: Wer sich selbst und seine Mitarbeiter emotional im Griff haben will, findet dort die passenden Hebel. Dazu kommen regelmäßige Einschübe, die Personalfachleuten näherbringen sollen, welche Unterstützung sich Führungskräfte von ihnen wünschen. Diskussionswürdig ist nur Prieß’ Abneigung gegen Mitarbeiter, die rauchen, Alkohol konsumieren oder sich kohlehydratreich ernähren. Mit der wiederkehrenden Vorhaltung, das schraube ihre Dopaminreizschwelle nach oben und reduziere so ihre Begeisterungsfähigkeit, schrammt er hart an der Diskriminierung vorbei. Davon abgesehen empfiehlt getAbstract das Buch allen Managern und Führungskräften, ungeachtet ihrer Vorerfahrung, sowie allen HR-Verantwortlichen.

Zusammenfassung

Zwei Hockeymannschaften im Hirn

Stellen Sie sich Ihr Gehirn wie ein Spielfeld mit zwei Hockeymannschaften vor. Das eine Team ist Ihr Begeisterungs- bzw. Belohnungssystem, das andere Ihr Stresssystem. So wie immer nur eine Mannschaft den Ball besitzen kann, kann auch Ihr Gehirn nie gleichzeitig begeistert und gestresst sein. Der Schiedsrichter in diesem Spiel ist Ihr Verstand: Mit ihm steuern Sie Ihre Gefühle.

Zunächst soll das Begeisterungssystem betrachtet werden. Wenn etwas besser läuft, als Sie es erwarten, wenn Sie zum Beispiel überraschend von Ihrem Chef gelobt werden, schüttet Ihr Gehirn das Hormon Dopamin aus. Das geschieht sogar schon bei der bloßen Aussicht auf Erfolg. Trainieren Sie sich daher positive Erwartungen an, formulieren Sie optimistische Ziele und orientieren Sie sich am Best-Case-Szenario. Ihr Dopaminspiegel wird steigen.

Auf der anderen Seite, in der Stressmannschaft, sind die Hormone Cortisol und Adrenalin die Kapitäne. Sie werden als Reaktion auf Stressreize ausgeschüttet. Wenn Sie etwa Druck von Ihrem Vorgesetzten spüren, arbeiten Sie aufgrund dieser Hormone fokussierter und exakter. Zu kreativen Lösungen sind Sie dann aber nicht in der...

Über die Autoren

Arne Prieß ist als Führungskräftetrainer, Coach und Geschäftsführer des Beratungsunternehmens HR Contrast tätig. Sebastian Spörer ist Trainer für Neuroleadership und Lehrbeauftragter an der Universität Augsburg.


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