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Gefahr für unser Geld?
Buch

Gefahr fΓΌr unser Geld?

Die neuen Propheten des Geldes und die Zukunft unseres WΓ€hrungssystems

Vahlen, 2022 mais...

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Bewertung der Redaktion

9

QualitΓ€ten

  • Kontrovers
  • Meinungsstark
  • Hintergrund

Rezension

Seit der Finanzkrise von 2008 verschulden sich Staaten immer mehr, indem sie die Zentralbanken frisches Geld drucken lassen. Bei vielen Γ–konomen schrillen da die Alarmglocken: Inflation! Die Verfechter der Modern Monetary Theory (MMT) wenden dagegen ein: Geld wird nur deshalb als Wert akzeptiert, weil man damit Steuern zahlen kann. Staaten sollen darum ruhig so viel Geld drucken, wie sie brauchen, denn sie garantieren am Ende fΓΌr dessen Wert. FΓΌr Hanno Beck und Aloys Prinz klingt das zu schΓΆn, um wahr zu sein. Ihr Buch ist eine lesenswerte Gegenposition zur Modern Monetary Theory.

Zusammenfassung

Die Aufgabe der Geldpolitik ist es, den Wert des Geldes stabil zu halten. DafΓΌr darf nicht zu viel Geld im Umlauf sein.

Geld ist der Vergleichsmaßstab fΓΌr alle Werte und GΓΌter. Deshalb ist seine StabilitΓ€t so wichtig. Zu hohe Inflation fΓΌhrt dazu, dass das VermΓΆgen von Privatleuten und Unternehmen an Wert verliert, weil sie immer weniger damit kaufen kΓΆnnen. Das zerstΓΆrt Wohlstand und schadet der StabilitΓ€t eines Landes.

Damit der Wert des Geldes stabil bleibt, muss es knapp gehalten werden. Die Geldmenge muss groß genug sein, um alle Transaktionen in einer Volkswirtschaft abwickeln zu kΓΆnnen. Sie darf aber nicht so groß sein, dass zu viel Geld auf zu wenig GΓΌter trifft. Denn das hΓ€tte steigende Preise, also Inflation zur Folge. Die Geldmenge sollte also grob gesagt mit der Wirtschaft mitwachsen. In der Vergangenheit gaben Staaten und Monarchen hΓ€ufig zu viel Geld aus, ΓΌberschuldeten sich und gingen bankrott. So entstand die Idee unabhΓ€ngiger Zentralbanken, die fΓΌr GeldwertstabilitΓ€t sorgen sollen – auch gegen die PlΓ€ne der Regierenden.

Staatsschulden kΓΆnnen legitim sein: um Krisen zu meistern, um Großprojekte zu finanzieren...

Über die Autoren

Hanno Beck ist Professor fΓΌr Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Pforzheim. Aloys Prinz ist Direktor des Instituts fΓΌr Finanzwissenschaft II an der UniversitΓ€t MΓΌnster.


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