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Gewinnverwendung und Vermögen

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Gewinnverwendung und Vermögen

Zukunftssicherung für das Familienunternehmen und seine Inhaber

Springer Gabler,

15 Minuten Lesezeit
10 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Gewinne ausschütten oder thesaurieren? Die Frage sorgt für Konflikte in vielen Familienunternehmen.


Bewertung der Redaktion

7

Qualitäten

  • Umsetzbar

Rezension

Ein nützlicher Ratgeber, wenn auch etwas umständlich umgesetzt: So könnte man Hermut Kormanns Buch beschreiben. Der Autor greift ein Thema auf, das in Familienunternehmen gerade in der zweiten Generation von hoher Relevanz ist, das von Rechtsprechung und Betriebswirtschaft jedoch stiefmütterlich behandelt wird. Was passiert mit den erwirtschafteten Gewinnen des Familienunternehmens? In welchem Ausmaß können bzw. dürfen sie ausgeschüttet werden, ohne dem Unternehmen zu schaden? Die Aspekte sind vielfältig und aufgrund der gegenläufigen Interessen teilweise auch konfliktbeladen. Leider fehlt eine Auflistung in Form einer Gesamtübersicht. Sie wäre geeignet gewesen, Wiederholungen zu vermeiden und dem praktisch orientierten Leser klare Handlungsalternativen aufzuzeigen. Das Buch ist aber flüssig und teils sogar humorig geschrieben. getAbstract empfiehlt es den Gesellschaftern und Geschäftsführern deutscher Familienbetriebe, die ihre alljährlich wiederkehrenden, zeit- und nervenaufreibenden Diskussionen zur Gewinnverwendung durch einvernehmliche Regeln ersetzen wollen.

Zusammenfassung

Grundlagen der Ausschüttungspolitik

Charakteristisch für Familienunternehmen sind meist traditionelle Werte, der Zusammenhalt innerhalb der Familie und der gute Ruf auf dem Markt. Gewinne scheinen eine untergeordnete Rolle zu spielen, weshalb auch der Ausschüttungspolitik kein allzu großer Stellenwert beigemessen wird, obwohl diese als eigentliches Bindeglied zwischen Gesellschaftern und Unternehmen für nachhaltiges Wachstum auf beiden Seiten sorgt. Zudem sind für die Gesellschafter eines Familienunternehmens Ausschüttungen meist die einzige Finanzierungsquelle, da Veräußerungen der Anteile nicht möglich bzw. nicht gewünscht sind. Aus den bisher durchgeführten Studien zu Ausschüttungsquoten in Familienunternehmen lässt sich ohne Kenntnis der Rahmenbedingungen wenig ablesen, zu bedeutsam ist der Einfluss der individuellen Situation. Während beim Unternehmen die jeweilige Phase im Lebenszyklus entscheidend ist – ein stark wachsendes braucht im Gegensatz zu einem reiferen Unternehmen seine Gewinne für Investitionen –, sind es bei den Gesellschaftern insbesondere die den Gründern nachfolgenden Generationen, die Ansprüche auf Ausschüttungen geltend machen. Dabei sind auch unter...

Über den Autor

Hermut Kormann war lange Zeit als Geschäftsführer eines Familienunternehmens tätig. Heute lehrt und forscht er an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen und an der Universität Leipzig. Er ist auch Autor des Buches Zusammenhalt in der Unternehmerfamilie.


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