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Heute fange ich wirklich an!
Buch

Heute fange ich wirklich an!

Prokrastination und Aufschieben überwinden – ein Ratgeber

Hogrefe, 2017 Mehr

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Bewertung der Redaktion

7

Qualitäten

  • Umsetzbar
  • Hintergrund

Rezension

Gelegentliches Aufschieben unangenehmer Tätigkeiten ist völlig normal. Es ist nicht besonders klug, aber gemacht hat es wohl jeder schon einmal. Problematisch wird es, wenn sich dieses Verhalten verfestigt und zu einem typischen Muster wird. Hinter diesem Risiko steckt ein vertrackter psychologischer Mechanismus. Denn das Aufschieben entlastet für den Moment und produziert Probleme für die Zukunft. Chronisch davon Betroffene sind schnell in einem Teufelskreis gefangen. Empfundener Leistungsdruck und die Angst, nicht zu genügen, begünstigen diese Störung der Selbstregulation. Besonders unter Studierenden ist das ein bekanntes Phänomen. Psychologen der Universität Münster forschen nicht nur zu diesem Thema, sondern helfen seit Jahren in einer Ambulanz Betroffenen. Diese wissenschaftliche Expertise und Hunderte praktische Fälle bilden die Grundlage für diesen kompakten Selbsthilferatgeber. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die ihr eigenes Aufschiebeverhalten in Job oder Privatleben als störend empfinden. Vor allem Studierende werden vom reichhaltigen Fundus an Tipps und Beispielen profitieren.

Zusammenfassung

Aufschieben als allgemeine Verhaltenstendenz

Jeder kennt es, fast jeder macht es: unangenehme Dinge aufschieben. Vernünftiger wäre beherztes Handeln, um das notwendige Übel so schnell wie möglich vergessen zu können. Doch an dieser Stelle spielt uns unsere Psyche einen blöden Streich. Denn wir sind auf Wohlbefinden programmiert. Der Mensch versucht instinktiv, dem Unangenehmen aus dem Weg zu gehen, und wählt die angenehme Alternative. Auf kurze Sicht funktioniert das, denn für den Moment gerät das Problem außer Sicht. Längerfristig kostet das Aufschieben natürlich mehr, als es bringt. Stress und Unzufriedenheit gehören zu den harmloseren Konsequenzen.

Chronisches und exzessives Aufschieben kann die Betroffenen in eine handfeste Depression, zu Jobverlust und in ein persönliches Desaster führen, während es von der Umwelt oft als Faulheit fehlinterpretiert wird. In Wahrheit handelt es sich um eine Störung in der Selbstregulation. Die gute Nachricht ist: Aufschieben ist erlerntes Verhalten, das sich wegtrainieren lässt.

Gelegentliches Aufschieben ist nicht klug, aber wenig problematisch. Studien zufolge behaupten nur 2 Prozent der Befragten, Aufschieben als ...

Über die Autoren

Anna Höcker leitet seit 2010 die Ausbildungsambulanz des Bielefelder Instituts für Psychologische Psychotherapieausbildung. Margarita Engberding leitete bis 2013 die Psychotherapie-Ambulanz der Universität Münster. Fred Rist ist emeritierter Professor für klinische Psychologie und Psychotherapie. Alle drei Autoren helfen Betroffenen in der Psychotherapie-Ambulanz des Fachbereichs Psychologie der Universität Münster.


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