Zusammenfassung von Hybris

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Hybris Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Analytisch
  • Eloquent

Rezension

„Man kann ein Problem nicht mit der gleichen Denkweise lösen, mit der es erschaffen wurde.“ Albert Einsteins simple Regel stößt in Ökonomie und Politik offenbar auf deutlich mehr Widerstand als in der Physik. Denn niemand klammert sich hartnäckiger an alte Glaubenssätze als die Anhänger der Markt- und Wachstumsreligion. Meinhard Miegel ficht das nicht an. Wortgewaltig liest er den Anhängern des entgrenzten Materialismus die Leviten, egal ob sie sich für die Interessen der Unternehmer oder der Sozialhilfeempfänger einsetzen. Zwar hat auch der Autor keine andere Lösung parat, als den Lesern freiwillige Beschränkung zu empfehlen. Aber gerade weil er gänzlich frei ist vom Stallgeruch der üblichen Wachstumskritiker, empfiehlt getAbstract das Buch allen Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik sowie jedem, der eine fundierte Diagnose unserer Gesellschaft lesen will.

Über den Autor

Meinhard Miegel leitete über 30 Jahre lang das Institut für Wirtschaft und Gesellschaft in Bonn. Der Vorstandsvorsitzende des Denkwerks Zukunft ist Autor der Bücher Die deformierte Gesellschaft und Exit; für Letzteres erhielt er 2010 den getAbstract International Book Award.

 

Zusammenfassung

Turmbauten zu Babel

Die Krise der vergangenen Jahre ist nur in zweiter Linie eine der Finanzmärkte oder des Kapitalismus. Allem voran ist sie Ausdruck einer beispiellosen Anmaßung der Menschen in den industrialisierten Ländern, wo ein babylonischer Turm nach dem anderen errichtet wird. Stichwort Großbaustellen: Berliner Flughafen, Kölner U-Bahn oder Stuttgart 21 – kein Kostenrahmen ist zu breit, als dass er nicht gesprengt werden könnte. Stichwort Mobilität: Ständig werden mehr Straßen, Flughäfen und Bahnlinien gebaut – und neue Stillstandsrekorde aufgestellt. 2010 stand der deutsche Autofahrer im Durchschnitt 60 Stunden im Stau. Ein zielloses „Weiter so“ auch in der Bildungspolitik: Nie wurden Menschen so lange und so intensiv beschult wie heute – und nie blieb das Ergebnis weiter hinter den Erwartungen zurück. Alle sind überfordert: Kinder, von denen mittlerweile fast jedes zweite Abitur macht, Eltern, die von Abstiegsängsten geplagt sind, und überqualifizierte Akademiker, für die es nicht genügend anspruchsvolle Jobs gibt. Das traurige Fazit: Bildung verfolgt einzig den Zweck, ökonomisch nützliche Produzenten und ausgabefreudige Konsumenten am Fließband hervorzubringen...


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