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Im freien Fall Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Kontrovers
  • Visionär
  • Hintergrund

Rezension

Joseph Stiglitz legt mal wieder ein besonders kritisches Werk vor. Diesmal geht er den Fehlern der US-amerikanischen Regierung nach dem Platzen der Immobilienblase auf den Grund. Er wirft sowohl George Bush als auch dessen Nachfolger Barack Obama vor, die Krise nicht frühzeitig und entschieden genug bekämpft zu haben. Stiglitz plädiert mit viel Verve dafür, die Schwächsten der Gesellschaft zu unterstützen. Statt dem Heer der Arbeitslosen und überschuldeten Hausbesitzer zu helfen, pumpte das Weiße Haus Milliardensummen in die Banken. Das Buch macht Zusammenhänge verständlich, wenngleich sich über die präsentierten Lösungskonzepte trefflich streiten lässt. getAbstract hält das Werk des Nobelpreisträgers für eine ausgezeichnete Darstellung der Krise, die überdies nicht am Faktischen haften bleibt, sondern Wege in die Zukunft aufzeigt. Eine Empfehlung für alle Wirtschaftsinteressierten, die die Finanzkrise besser verstehen wollen.

Über den Autor

Joseph Stiglitz lehrt an der Columbia University in New York. Seine vorherigen Stationen waren die Universitäten Yale, Stanford, Oxford und Princeton. Ab 1993 beriet er die Clinton-Regierung in Wirtschaftsfragen, bis er als Chefökonom zur Weltbank wechselte. Zu seinen erfolgreichsten Werken zählen Die Schatten der Globalisierung und Die Chancen der Globalisierung. 2001 erhielt er den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

 

Zusammenfassung

Wie die Krise entstand

Eine explosive Mixtur aus niedrigen Zinsen und laxen Vorschriften bei der Vergabe von Hypotheken in den USA löste die Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007 aus. Die Amerikaner lebten zu lange über ihre Verhältnisse, sie konsumierten mehr, als sie verdienten, und bei der Kreditvergabe wurde die Bonität der Kunden zu wenig geprüft. Aufsichtsgremien, Zentralbank und Ratingagenturen, sie alle übersahen die Warnhinweise und verpassten es, rechtzeitig einzuschreiten. Bis zu drei Viertel der Wirtschaftsleistung in den USA speisten sich direkt oder indirekt aus dem Immobiliensektor: indem neue Häuser gebaut und eingerichtet wurden und auch indem man alte Häuser belieh, um weiter konsumieren zu können. All das war auf der Annahme begründet, dass der Wert der Immobilien immer weitersteigen würde. Mit den neu gewonnenen Mitteln kauften sich die Amerikaner Autos, machten Urlaub und dergleichen.

Die Banken schnürten Pakete aus zweitklassigen Hypotheken, die an Geringverdiener mit schlechter Bonität vergeben worden waren. Diese Pakete wurden von Ratingagenturen mit guten Bewertungen ausgestattet und als vermeintlich erstklassige komplexe Finanzprodukte (Derivate...


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