Zusammenfassung von Irrweg Bioökonomie

Suchen Sie das Buch?
Wir haben die Zusammenfassung! Erfassen Sie die Kernaussagen in nur 10 Minuten.

Irrweg Bioökonomie Buchzusammenfassung
Lernen Sie los:
oder Abos vergleichen

Bewertung

8

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

„Bioökonomie“ ist ein noch weitgehend unbekannter Begriff. Hinter dem nüchtern-wissenschaftlich klingenden Wort verbergen sich handfeste ökonomische Interessen, sagen die beiden Umweltexperten Franz-Theo Gottwald und Anita Krätzer. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die negativen Folgen der von der Politik stark geförderten Bioökonomie aufzuzeigen und eine längst überfällige Diskussion in Gang zu bringen. Die Chancen dafür stehen gut, denn das Buch schildert minutiös die Aktivitäten eines ebenso jungen wie – Steuergeldern sei Dank – stark wachsenden Geschäftszweigs, der bisher vor allem Befürworter kannte. Aufgrund ihrer fundierten Recherchen gelingt es den Autoren, die verlockenden Nutzenversprechen kritisch zu hinterfragen und die möglichen negativen Konsequenzen für Mensch und Natur aufzuzeigen. Man mag das Autorenteam der Technikfeindlichkeit bezichtigen und ihm in Bezug auf die Alternativen zur Bioökonomie Blauäugigkeit vorwerfen. Gut möglich aber auch, dass deren Verfechter einen Pyrrhussieg erringen werden, dessen Folgen wir alle ausbaden müssen. Eine gesunde Portion Skepsis ist sicher angebracht, meint getAbstract und empfiehlt das kritische Buch allen politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern.

Über die Autoren

Franz-Theo Gottwald ist Leiter der Schweisfurth-Stiftung, die sich für mehr Nachhaltigkeit im Ernährungssektor einsetzt. Er lehrt an verschiedenen Hochschulen und ist als Berater tätig. Anita Krätzer arbeitet freiberuflich in den Bereichen integrierter Umweltschutz, Märkte sowie Führung und Kommunikation, außerdem als Wirtschaftsjournalistin.

 

Zusammenfassung

Begriffserklärung und geschichtliche Entwicklung

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat sich unter dem Label „Bioökonomie“ ein neuer Geschäftszweig entwickelt, hinter dem mächtige Konzerne der Biotechnologie, Chemie, Nahrungsmittel- und Agrarindustrie die Fäden ziehen. Obwohl der Begriff auf den ersten Blick harmlos wirkt, geht es im Kern um eine Ökonomisierung der Lebewesen und deren natürlicher Räume. Mensch, Tier und Natur werden so zu einer „Biomasse“ degradiert, die den Effizienzsteigerungen kommerzieller und industrieller Techniken ausgeliefert ist. Zukunftsfantasien? Nein, denn bereits heute wirft diese „Umwertung von Leben“, in der es für Nutzloses keinen Platz mehr gibt, ihre Schatten voraus: Überfischung durch Treibnetze, Artenreduktion durch Monokulturen und qualvolle Lebensumstände für Tiere in Mastbetrieben sind Nebeneffekte, die im Namen der Kosteneffizienz in Kauf genommen werden. Auch vor dem Menschen macht diese Entwicklung nicht halt: Immer mehr von uns sind bereit, alles Mögliche zu unternehmen, um den eigenen Marktwert zu steigern, und schrecken beispielsweise vor Schönheitsoperationen nicht zurück.

Die Anfänge der Bioökonomie gehen auf...


Mehr zum Thema

Ähnliche Zusammenfassungen

Zukunftsmedizin
9
Zukunft wird aus Mut gemacht.
Zukunftsblind
9
Sind wir noch zu retten?
9
Digitale Intelligenz
7
Zeit für mehr Gerechtigkeit.

Verwandte Kanäle

Kommentar abgeben